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CDU Richtungsdebatte:
Sozialflügel fordert Lohnuntergrenze

In der Richtungsdebatte der CDU fordern die CDU Sozialausschüsse (CDA) verstärkt eine gesetzliche Lohnuntergrenze in Höhe des Mindestlohns in der Zeitarbeit. Nach dem CDA Bundesvorsitzenden Karl -Josef Laumann, fordert auch der Berliner stellv. Landesvorsitzende und CDA Kreischef von Treptow-Köpenick Joachim Specht einen gesetzlichen Mindestlohn für alle Arbeitnehmer. "Die Union muss sich aus der babylonischen Gefangenschaft der FDP befreien und sich inhaltlich erneuern, wenn sie die Menschen noch erreichen will. Die CDU Mitglieder an der Basis haben das eher erkannt als mancher in der Führung. Wir sollten die unselige Diskussion über den gesetzlichen Mindestlohn beenden", erklärt Specht, der auch Mitglied des CDA Bundesvorstandes ist.
Niedriglöhne verlagern, so Specht, Kosten über Wohngeld, Kinderzuschläge und Aufstocken mit Arbeitslosengeld II vom privaten Sektor auf die Allgemeinheit. Gerade das Aufstocken schadet allen Firmen, die faire Löhne zahlen, weil sie dann im Wettbewerb natürlich mit den vom Jobcenter indirekt subventionierten, Hungerlöhne zahlenden Betrieben nicht mithalten können. Den Beschluss der Bundesregierung, einen Mindestlohn in der Leiharbeit einzuführen, nennt der Berliner CDA - Vize einen Schritt in die richtige Richtung. Der CDU Sozialflügel spricht sich für eine allgemeine gesetzliche Lohnuntergrenze in der Höhe dieses Mindestlohns in der Leiharbeit aus.
 "Überall dort, wo Tarifverträge die Arbeitnehmer nicht schützen können, muss der allgemeine Mindestlohn gelten", erklärt Specht. Die CDA weist darauf hin, dass der Mindestlohn in der Leiharbeitnehmer von Tarifpartnern vereinbart wurde. In manchen Branchen sind Gewerkschaften und Arbeitgeber nicht mehr in der Lage einen Tarifvertrag abzuschließen. Deshalb fordert der CDU Sozialflügel eine gesetzliche Lohnuntergrenze.    
 
Verantwortlich: Joachim Specht, c./o CDA Treptow-Köpenick, Rudower Chaussee 12, 12489 Berlin.


Bundestagung der
CDU-Sozialausschüsse in Berlin
fordert gesetzlichen Mindestlohn

Trept.-Köp. Kreisvorsitzender
wieder im Bundesvorstand

Mit der Verabschiedung der Anträge endete am Sonntag die Bundestagung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmer-schaft (CDU – Sozialausschüsse) im Hotel „Maritim“ in Tier-garten. Vor allem der Leitantrag, in dem ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn gefordert wird, dürfte der CDU Vorsitzenden Angela Merkel nicht sehr gefallen. Der mit mehr als 87 % wiedergewählte Bundesvorsitzende Karl-Josef Laumann erklärte dazu „Nun kommt es darauf an, unsere Forderungen in der Partei weiter mehrheitsfähig zu machen. Die CDU kann nur dann als Volkspartei überleben, wenn wir als CDU eine sozial gerechte Politik für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland betreiben. Auf den Herbst der Entscheidung muss jetzt der Sommer der Gerechtigkeit folgen.“
Der Generalsekretär der CDU Hermann Gröhe lobte in einer programmatischen Rede ausdrücklich die Arbeit der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft innerhalb CDU in den letzten Jahren. So unterstützte er die CDA – Forderung nach Lohngerechtigkeit. „Für anständige Arbeit muss in Deutschland auch ein anständiger Lohn gezahlt werden.“ sagte er. „Es darf in der Bundesrepublik nicht sein, dass Unternehmen in Deutschland einen Wettbewerb um die niedrigsten Löhne führen“, so Gröhe. Weiter erklärte der CDU-Generalsekretär: „Der Wettbewerb um niedrige Löhne wird gerade nicht in den Bereichen geführt, die im internationalen Wettbewerb stehen, sondern beispielweise im Friseurhandwerk. Auf diese Schieflage müsse die CDU Antworten geben.“
Bei den Wahlen zum Bundesvorstand schaffte der Kreisvorsit-zende der CDA Treptow- Köpenick Joachim Specht wie in den Vorjahren den Einzug in das höchste Gremium des CDU – Arbeitnehmerflügels, wo er sich vor allem mit den Fragen prekärer Arbeitsverhältnisse wie 400 € Jobs, Zeitarbeit, ALG II beschäftigen wird, alles Fragen mit denen die hiesigen
Sozialausschüsse in der CDA - Sozialberatung immer wieder durch betroffene Bürger konfrontiert werden. Die Termine der Sozialberatung finden Sie unter
www.cdakoepenick.de

Verantwortlich: Joachim Specht, c./o CDA Treptow-Köpenick, Rudower Chaussee 12, 12489 Berlin.
Ausführliche Infos über die Bundestagung der CDA unter www.cda-bund.de


Die CDA – Sozialberatung informiert:

Beim Wechsel der Krankenkasse nicht abweisen lassen

Der notwendige Wechsel der Krankenkasse von Mitgliedern der City BKK, die wegen Zahlungsunfähigkeit geschlossen wird, stellt viele Bürger vor Probleme. Deshalb weist die Sozialberatung CDA Treptow-Köpenick darauf hin, dass aufgrund der gesetzlichen Vorschriften (SGB IV) jede offene gesetzliche Krankenkasse (AOKs, Ersatzkassen und fast alle BKKS) jeden ohne Ansehen der Person aufnehmen muss, also auch wenn man erhebliche Vorerkrankungen oder wegen des Alters nach Auffassung der Krankenkasse ein höheres Erkrankungsrisiko hat.
Gerade auf so genannten Hotlines, die im Auftrag  der Krankenkassen, die ersten telefonischen Ansprechpartner sind, kommt es oft bereits zur Ablehnung, wenn man um die Übersendung eines Aufnahmeantrages bittet.  Gerade die Hotline der AOK Nordost scheint da besonders „eifrig“ zu sein. Lassen Sie sich nicht abwimmeln, drohen Sie mit der Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde (für die AOK Nordost ist das das Gesundheitsministerium  des Landes Brandenburg, für bundesweit  tätige Kassen das Bundesgesundheitsmi-nisterium) oder auch mit einer einstwilligen Anordnung beim Sozialgericht. Das wirkt zumeist.
Sollten Sie weitere Hilfe benötigen, kommen Sie zu unseren Sprechstunden
. Die nächsten Termine: 18. Mai 2011, 1. Juni 2011, 15. Juni 2011 (17.00 bis 18.30 Uhr: CDU – Geschäftsstelle, Dörpfeldstr. 51, 12489 Berlin-Adlershof) und am 26. Mai 2011 und 23. Juni 2011 (16.00 bis 18.00 Uhr: Sozialstation des UHW Köpenick, Kaulsdorfer Straße 209, 12555 Berlin) (Alle Termine auf: Sprechstunden (www.cda-koepenick.de)
Oder rufen Sie an:
Tel.: 0176 / 51 40 78 53

Berlin, den 09. Mai 2011
Verantwortlich:
Joachim Specht, c./o. CDA Treptow-Köpenick, Dörpfeldstr. 51, 12489 Berlin.
Bei Nachfragen: specht@cda-koepenick.de oder
Tel: 0176 / 51 40 78 53


CDA Treptow-Köpenick fordert Mindestlohn

Die CDA im Südwesten Berlins (CDU Sozialausschüsse) fordert anlässlich des 1. Mai von der Bundesregierung die konsequente Umsetzung der Entsenderichtlinie der Europäischen Union. Die von der Union geführte Bundesregierung müsse ihrer Verantwortung für die Arbeitnehmer im Land so schnell wie möglich gerecht werden. Ab 1. Mai dürfen Arbeitnehmer aus 8 osteuropäischen EU Ländern in Deutschland eine Arbeit aufnehmen oder auch verliehen werden. Die Öffnung des deutschen Arbeitsmarkts dürfe nicht zu Lohndumping führen. “Wir müssen verhindern, dass Arbeitnehmer aus Osteuropa gegen Arbeitnehmer vor Ort ausgespielt werden. Überall dort, wo Arbeitnehmer nicht durch Tarifverträge geschützt werden, muss ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werden. Tarifliche und gesetzliche Mindestlöhne müssen in das Arbeitnehmerentsendegesetz aufgenommen werden, da sonst die Tarifverträge aus den Herkunftsländern der Arbeitnehmer gelten“, erklärt der  Kreisvorsitzende der CDU Sozialausschüsse Joachim Specht, der auch Mitglied des CDA Bundesvorstandes ist.

Auch der Missbrauch der Leiharbeit muss nach Meinung der CDU Arbeitnehmerorganisation vom Gesetzgeber bekämpft werden: Den Leiharbeitnehmern müssen spätestens nach drei Monaten Betriebszugehörigkeit der gleiche Bruttostundenlohn und die gleichen Arbeitsbedingungen wie den festangestellten Arbeitnehmern im Betrieb gewährt werden. Der Anteil der Leiharbeitnehmer an der Belegschaft eines Betriebs darf nicht mehr als 2 % betragen. Wer 2 Jahre als Leiharbeitnehmer in einem Betrieb tätig ist, muss in ein reguläres Arbeitsverhältnis übernommen werden.

Verantwortlich: Joachim Specht, c./o. CDA Treptow-Köpenick, Dörpfeldstr. 51, 12489 Berlin.
Bei Nachfragen: specht@cda-koepenick.de oder
Tel: 0176 / 51 40 78 53


Gegen den geplanten Personalabbau im JobCenter Treptow-Köpenick

Der Kreisparteitag hat am 08.10.2010 einstimmig einen An-trag der CDA (Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft) beschlossen, der die von der Bundesagentur für Arbeit ge-plante starke Kürzung der Mittel für Personal im JobCenter Treptow-Köpenick  verurteilt. Der CDU Kreisverband ist gegen den geplanten Personalabbau von Beschäftigten der Bundes-agentur für Arbeit im JobCenter Treptow-Köpenick, da dieser eine geordnete Durchführung des SGB II gerade jetzt bei der Neuorganisation stark gefährdet.
Die Kürzung soll dadurch umgesetzt werden, dass man von den zurzeit 72 befristeten Arbeitsverhältnissen 40 befristete Arbeitsverhältnisse auslaufen lässt. Bei allem Verständnis für Sparmaßnahmen im Bundeshaushalt ist ein solcher erheblicher Personalabbau der falsche Weg angesichts der anstehenden Aufgaben.
Für die CDA erklärte dazu der Kreisvorsitzende Joachim Specht, der auch Mitglied des CDA Bundesvorstandes ist: „Die Unsicherheit um den Arbeitsplatz bei den befristen Beschäftigten im JobCenter Treptow-Köpenick ist für das Arbeitsklima nun wirklich nicht förderlich. Mit so demotivierten Mitarbeitern ist die durch Bundesgesetz erzwungene Neuorganisation nicht zu stemmen.“
Für die Fraktion der CDU in der Bezirksverordneten-versammlung sagte ihr Vorsitzender die volle Unterstützung dieses Protestes zu. Der Fraktionsvorsitzende Christian Schild unterstrich: „Wir haben hier im Bezirk nur leicht sinkende ALG II –Bedarfsgemeinschaften, die vorgesehene Chipkarte für Kinder und die komplette Neuberechnung
der Bedarfssätze sowie die Einführung eines neuen EDV – Abrech-nungsprogramm erfordern eine noch nicht absehbare Mehrarbeit. Wegen dieser Personalkürzung besteht die Gefahr, dass die anspruchsberechtigten Bürger deutlich länger auf ihr Geld warten müssen. Das ist für die CDU – Fraktion nicht hinnehmbar!“

Verantwortlich: Joachim Specht, c./o. CDA Treptow-Köpenick, Dörpfeldstr. 51, 12489 Berlin.
Bei Nachfragen: specht@cda-koepenick.de oder
Tel: 0176 / 51 40 78 53


CDU Sozialausschüsse im Südosten Berlins lehnen Gesundheitsreform ab

Die CDU Sozialausschüsse (CDA) Treptow - Köpenick unterstützen nachdrücklich die Positionen der CDA Baden – Württembergs und  lehnen die von der Bundesregierung vereinbarte Gesundheitsreform als sozial unausgewogen  ab. Es sei nicht hinnehmbar, wenn die Versicherten im Ergebnis die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen über die Zusatzbeiträge alleine tragen. "Wir lehnen die geplanten Zusatzbeiträge und die Fixierung des Arbeitgeberanteils ab. Arbeitnehmer, Familien und Rentner dürfen mit den steigenden Gesundheitskosten nicht alleine gelassen werden", fordert CDA Kreischef Joachim Specht. „Der steuerfinanzierte Sozialausgleich ist für uns völlig unakzeptabel, weil gerade die aktuellen Pläne für eine 40 % Kürzung des Wohngeldes nach der mit großem Trara erfolgten Erhöhung vor zwei Jahren zeigen, wie sehr steuerfinanzierte Sozialleistungen dem Diktat der Haushälter unterliegen!“ unterstreicht Specht.

Die Arbeitgeber dürfen nach Meinung  der CDU Arbeitnehmerorganisation nicht aus der finanziellen Verantwortung für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter entlassen werden. "Im Kampf gegen die Gesundheitslobbyisten und bei der Prävention im Betrieb sind die Arbeitgeber unverzichtbare Verbündete," erklärt Specht, der auch stellv. Landeschef und Mitglied des Bundesvorstandes der CDA ist. Das für 2011 vorhergesagte Defizit ergebe sich vor allem aus der schon 2010 vollzogenen Erhöhung der Ärztevergütung und gestiegenen Arzneimittelpreisen.

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) setzt sich für eine sozial gerechte Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung ein. Die Gesundheitskosten sollen je zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen werden. Die CDU Sozialausschüsse weisen darauf hin, dass die Erhöhung der Zusatzbeiträge die Mittelschicht belaste, ohne das es zu einem solidarischen Beitrag der Spitzenverdiener komme. Gerechte Lastenverteilung sieht anders aus. Und schon der heilige Augustinus wusste: „Ohne Gerechtigkeit ist der Staat nichts anderes als eine große Räuberbande.“

Verantwortlich: Joachim Specht, c./o. CDA Treptow-Köpenick, Dörpfeldstr. 51, 12489 Berlin.
Bei Nachfragen: specht@cda-koepenick.de oder
Tel: 0176 / 51 40 78 53


CDU - Sozialausschüsse: Dieses Sparpaket ist unausgewogen und
sozial ungerecht

Die Christlich - Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) (CDU – Sozialausschüsse) Treptow-Köpenick lehnt große Teile des Sparpakets der Regierungskoalition als sozial unausgewogen und ungerecht ab. Besonders spricht sich der Arbeitnehmerflügel der CDU gegen die Sparmaßnahmen im Regelkreis ALG II aus. So ist u.a. die Abschaffung des Rentenbeitrags für Langzeitarbeitslose nicht akzeptabel. Bisher hat der Bund 1,8 Milliarden Euro an die Rentenversicherung überwiesen, um Langzeitarbeitslosen Ansprüche auf berufliche Wiedereingliederung und Erwerbsunfähigkeitsrente zu erhalten. "Die Abschaffung des Rentenbeitrags erhöht das Risiko der Altersarmut und verlagert Kosten zu den Kommunen, die die Grundsicherung im Alter zu bezahlen haben. Aktuell verstärkt die Streichung des Bundeszuschusses für Arbeitslose an die Rentenversicherung auch den Druck auf die Rentenbeiträge der Arbeitnehmer", kritisiert der Kreisvorsitzende der CDA Treptow-Köpenick, Joachim Specht.

Die CDU Sozialausschüsse im Südosten Berlins betonen, dass behinderte Langzeitarbeitslose auch weiterhin einen Rechtsanspruch auf Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt haben müssen. „Diejenigen im Berufsleben, die am meisten benachteiligt sind, dürfen nicht von Ermessensentscheidungen abhängig sein", fordert der  Bezirkschef der CDA. Und wenn man einmal untersucht, wie niedrig das Einkommen sein muss, damit man noch Anspruch auf Wohngeld hat, kann man die Streichung des Heizungszuschusses für Wohngeldempfänger nur als einen Akt sozialer Kälte bezeichnen. Die Finanzierungslücken im Bundesetat möchte Specht durch eine bis 2010 befristete Erhöhung des Spitzensteuersatzes ab einem Einkommen von 250 000 Euro und die Einführung einer Finanztransaktionssteuer schließen. Die Finanztrans-aktionssteuer sollte europaweit und zur Not auch als Börsenumsatzsteuer nach englischen Vorbild eingeführt werden. „Ohne diese Beteiligung der Finanzbranche und der Spitzenverdiener ist das Sparpaket völlig unausgewogen", erklärt Specht.


Verantwortlich: Joachim Specht, c./o. CDA Treptow-Köpenick, Dörpfeldstr. 51, 12489 Berlin.
Bei Nachfragen: specht@cda-koepenick.de oder
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SG Detmold: JobCenter muss Kosten für Schülermonatskarte übernehmen

CDU - Sozialausschüsse fordern Anwendung auch für Berlin

Die CDA Treptow-Köpenick (CDU – Sozialausschüsse) unter-stützt eine Initiative der CDU – Fraktion in der BVV unseres Bezirks, mit der dem Bezirksamt empfohlen wird, sich bei den zu-ständigen Stellen dafür einzusetzen, dass Schülermonatskarten von Sozialgeldbeziehern vom „Job-Center Treptow-Köpenick“ als laufender, unabweisbarer Bedarf angesehen werden, der neben der Regelleistung zu finanzieren ist. Damit möchte die CDA durchsetzen, dass in Berlin entsprechend einem Urteil des Sozialgerichts Detmold vom 09. April 2010 abweichend von der bisherigen Praxis die Monatskarte nicht mehr aus der laufenden Regelleistung bezahlt werden muss, wenn der Schulweg zu weit ist. Dazu erklärt der Kreisvorsitzende der CDA, Joachim Specht: „Offensichtlich handelt es sich bei den Kosten für Schülermonatskarten zumindest, wenn der Schulweg zu Fuß nicht zu bewältigen ist, um einen laufenden, nicht nur einmaligen Bedarf zur Deckung des menschenwürdigen Existenzminimums, wie das Bundesverfassungsgericht es formuliert hat.“ Mit seinem Urteil, so Specht, der auch stellv. Landesvorsitzender und Mitglied des Bundesvorstandes der CDA ist, habe das Sozialgericht Detmold nur eine auf Grund der Härtefallverordnung des Bundesarbeitsministeriums geübte nach Auffassung der hiesigen CDA rechtswidrige Praxis korrigiert. „Das sollte nun auch für Berlin und damit natürlich auch für Treptow-Köpenick umgesetzt werden,“ so Specht.
(AZ des Urteils des SG Detmold: S 12 AS 126/07)

Berlin, den 11. Mai 2010

Verantwortlich: Joachim Specht, c./o. CDA Treptow-Köpenick, Dörpfeldstr. 51, 12489 Berlin.
Bei Nachfragen: specht@cda-koepenick.de oder
Tel.:
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CDU-Sozialausschüsse lehnen Ausstieg der Arbeitgeber aus  Kranken- und Pflegekassen ab

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDU- Sozialausschüsse) Treptow-Köpenick lehnt das Einfrieren des Arbeitgeberbeitrags in der gesetzlichen Krankenversicherung ab, so wie es in der Koalitionsvereinbarung von CDU/CSU und FDP vorgesehen ist. Die Arbeitnehmer sollen nach den Vorstellungen der Koalition Kostensteigerungen im Gesundheitswesen und die Folgen des demographischen Wandels in der Pflegversicherung ab 2011 künftig alleine tragen, wobei ein Sozialausgleich über Steuern finanziert werden soll. Der Arbeitnehmerbeitrag zur Krankenversicherung könnte dann auf über 9 Prozent steigen. „Arbeitnehmer und Rentner dürfen mit den Kostensteigerungen im Gesundheitswesen  nicht alleine gelassen werden. Wer die Arbeitgeber aus der Verantwortung für die Finanzierung von Gesundheit und Pflege entlässt, stärkt die Position der Lobbyisten und insbesondere der Pharmaindustrie. Das Interesse der Arbeitgeber an der Gesundheitsvorsorge im Betrieb wird dadurch nicht größer. Deshalb setzen wir uns für die bewährte paritätische Finanzierung der Sozialversicherung ein", erklärt der CDA-Kreisvorsitzende Joachim Specht.

Die CDA Treptow-Köpenick schlägt vor, das Defizit in der Krankenversicherung in den nächsten beiden Jahren durch Haushaltsmittel zu decken und anschließend die Beitrags-bemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung schrittweise bis  zum Jahr 2029 auf die der Rentenversicherung an zu heben. Eine Kapitalreserve für die Pflegeversicherung, die nach den Erfahrungen der US-Pensionskassen unbedingt einer Risikoabschirmung durch den Fiskus benötigt, darf nur im Rahmen der sozialen Pflegeversicherung gebildet werden: „Ein neues Geschäftsmodell für die Finanz- und Versicherungsindustrie lehnen wir ab“, erklärt Specht.

V.i.S.d.P.: Joachim Specht, Kreisvorsitzender der CDA Treptow-Köpenick


Verfassungsbeschwerde gegen Versagung von Beratungshilfe erfolgreich

Die Beschwerdeführerin beantragte beim Amtsgericht Bera-tungshilfe nach dem Beratungshilfegesetz (BerHG), um sich mit einem Widerspruch gegen die Kürzung von Arbeitslosengeld II zu wenden. Die Beratungshilfe wurde ihr u.a. mit der Begründung versagt, dass ein vernünftiger Ratsuchender ohne anwaltliche Hilfe Widerspruch eingelegt hätte; es sei der Beschwerdeführerin zumutbar, bei der Widerspruchsbehörde vorzusprechen und deren kostenlose Beratung in Anspruch zu nehmen, auch wenn diese mit der Ausgangsbehörde identisch sei. Der Bescheid werde im Widerspruchsverfahren von Amts wegen überprüft, ohne dass es rechtlicher Ausführungen zur Begründung bedürfe.

Die 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungs-gerichts hat diesen Beschluss des Amtsgerichts auf die Verfassungsbeschwerde der Beschwerdeführerin hin aufgeho-ben und zur erneuten Entscheidung zurückverwiesen. Die Entscheidung verletzt die Beschwerdeführerin in ihrem An-spruch auf Rechtswahrnehmungsgleichheit (Art. 3 Abs. 1 GG i.V.m. Art. 20 Abs. 1 GG und Art. 20 Abs. 3 GG), wonach eine weitgehende Angleichung der Situation von Bemittelten und Unbemittelten auch im außergerichtlichen Rechtsschutz geboten ist. Vergleichsmaßstab ist das Handeln eines Bemittelten, der bei der Inanspruchnahme von Rechtsrat auch die Kosten vernünftig abwägt . Ein vernünftiger Rechtsuchender darf sich unabhängig von Begründungspflichten aktiv am Verfahren beteiligen. Für die Frage, ob er einen Anwalt hinzuziehen würde, kommt es insbesondere darauf an, inwieweit er fremde Hilfe zur effektiven Ausübung seiner Verfahrensrechte braucht oder selbst dazu in der Lage ist. Im vorliegenden Fall benötigte die Beschwerdeführerin fremde Hilfe wegen eines rechtlichen Problems, das zum Zeitpunkt der Antragstellung noch keine höchstrichterliche Klärung erfahren hatte.

Entgegen dem Beschluss des Amtsgerichts kann es der Be-schwerdeführerin nicht zugemutet werden, den Rat derselben Behörde in Anspruch zu nehmen, deren Entscheidung sie im Widerspruchsverfahren angreifen will. Auch bei einer organisatorisch getrennten und mit anderem Personal ausgestatteten Widerspruchsstelle entscheidet dann dieselbe Ausgangs- und Widerspruchsbehörde über die Leistungen der Beschwerdeführerin. Es besteht die abstrakte Gefahr von Interessenkonflikten, die die beratungsbedürftige Beschwerdeführerin selbst nicht durchschauen kann. Aus Sicht der Rechtsuchenden ist der behördliche Rat nicht mehr dazu geeignet, ihn zur Grundlage einer selbständigen und unabhängigen Wahrnehmung ihrer Verfahrensrechte im Widerspruchsverfahren zu machen. Im Hinblick auf die prozessrechtlichen Grundsätze der Waffengleichheit und der gleichmäßigen Verteilung des Risikos am Verfahrensausgang im sich möglicherweise anschließenden Gerichtsverfahren darf der Beschwerdeführerin eine unabhängige Beratung nicht vorenthalten werden.

Auch wenn sich im Einzelfall ein objektiver Mehrwert anwalt-licher Beteiligung gegenüber behördlicher Beratung nicht empirisch voraussagen lässt, handelt es sich bei einer zusätzlichen und von außen kommenden Durchsetzungshilfe im Widerspruchsverfahren grundsätzlich um eine geeignete Maßnahme zur Effektivitätssteigerung des Verfahrens.

Dies ist insbesondere wegen des existenzsichernden Charak-ters des Arbeitslosengelds II von Bedeutung. Wegen der grundsätzlich zeitverzögernden Wirkung des Vorverfahrens und seiner Verbindung zum Klageverfahren ist auf eine möglichst effektive Gestaltung des Vorverfahrens zu achten. Der fiskalische Gesichtspunkt, Kosten zu sparen, kann nach den dargestellten Gründen nicht als sachgerechter Rechtfer-tigungsgrund zur Versagung der Beratungshilfe angesehen werden.

Bundesverfassungsgericht - Pressestelle -
Pressemitteilung Nr. 64/2009 vom 18. Juni 2009

Beschluss vom 11. Mai 2009 – 1 BvR 1517/08

Copyright © 2009 BVerfG


Erneut zwei Köpenicker im Bundesvorstand der CDA

Bundestagung der CDU-Sozialausschüsse in Berlin

Mit der Verabschiedung der Anträge endete am Sonntag die Bundestagung der Christlich-Demokratischen Arbeit-nehmerschaft (CDA) im Hotel „Maritim“ in Tiergarten, darunter aller Anträge zu ALG II, Rente und Arbeitsrecht, die der Treptow-Köpenicker CDA - Kreisverband eingebracht hatte.
Ein Wahlergebnis von mehr als 96 % der 400 Delegierten erreichte bei den Wahlen am Samstag der NRW – Minister für Arbeit und Soziales Karl-Josef Laumann als Bundes-vorsitzender. Mit Silke Striezel (Themenschwerpunkte: Bildung und Familie) wurde eine Köpenickerin erneut zur stell-vertretenden Bundesvorsitzenden gewählt. Außerdem schaffte der Kreisvorsitzende der CDA Treptow-Köpenick Joachim Specht (Weiterentwicklung der sozialen Sicherungssysteme, IT-Berufe und Grundsatzarbeit / Christli-che Soziallehre) selbst wieder mit einem hervorragenden Ergebnis den Einzug in den Bundesvorstand.  
Eines der Höhepunkte der Bundestagung war die programmatische Rede der CDU – Bundesvorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie unterstrich den Stellenwert, den der Arbeitnehmerflügel in der CDU habe. „Ohne die Sozialausschüsse, ohne die Arbeitnehmer ist die CDU keine Volkspartei“, erklärte sie. Sie bat die Mitglieder der CDA um Unterstützung im kommenden Wahlkampf. Das sagte der Bundesvorsitzende Laumann ihr zu, wobei er unterstrich: „Wir kämpfen mit Ihnen für eine schwarz-gelbe Koalition mit möglichst viel CDU und möglichst wenig FDP.“ Dabei griff er u.a. auch die FDP scharf an, als er feststellte, dass die beiden Vorsitzenden der größten populistischen Parteien in Deutschland Oskar Lafontaine und Guido Westerwelle heißen. Ein weiterer Höhepunkt war die Rede des DGB – Vorsitzenden Michael Sommer am Sonntagmorgen, der ebenfalls u.a. den Vorsitzenden der „Linken“ Oscar Lafontaine vor allem wegen dessen Haltung zur parlamentarischen Demokratie scharf angriff.

V.i.S.d.P.: Joachim Specht, Kreisvorsitzender der CDA Treptow-Köpenick


CDA Treptow-Köpenick begrüßt Urteil des Sozialgerichts Dortmund gegen Dumpinglöhne

ALG 2 Empfängerin braucht keine Arbeit zu sittenwidrigem Lohn anzunehmen

Verweigert ein Langzeitarbeitsloser Jobangebote zu Dumpinglöhnen, darf das Arbeitslosengeld II nicht gekürzt werden. Das entschied das Sozialgericht Dortmund. Im konkreten Fall sollte eine Frau aus Bochum bei einem Textildiscounter für 4,50 € eine Arbeit aufnehmen. Da der unterste Tariflohn jedoch 9,82 € beträgt, seien nach Auffassung des Gerichts solche Stundenlöhne sittenwidriger Lohnwucher. Deshalb brauchen Arbeitslose solche Stellen nicht anzunehmen. Arbeitslosen derartige Stellen mit Hilfe von Sanktionen aufzuzwingen, hieße, Lohndumping behördlich noch zu unterstützen und das Lohngefüge weiter nach unten zu schrauben, urteilten die Richter.

Der stellv. Landesvorsitzende der Christlich-Demokratische  Arbeitnehmerschaft (CDA) Berlin und Kreisvorsitzende der CDA Treptow-Köpenick Joachim Specht begrüßte dieses Urteil als einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Lohndumping. Specht erklärte dazu: „ Die immer größer werdende Zahl von Arbeitnehmern, die zu Dumping – Löhnen arbeiten müssen, mit denen niemand auskömmlich leben kann, kann nicht hingenommen werden. Betriebe, die glauben mit Dumpinglöhnen ihre Profite auf Kosten der Arbeitnehmer steigern zu können, sind Totengräber der sozialen Marktwirtschaft, weil sie das Vertrauen in das Funktionieren unseres Wirtschaftssystems zerstören. Deshalb ist dieses Urteil ein wichtiger Meilenstein zu mehr Lohngerechtigkeit in unserem Land.“ Specht, der auch Mitglied des Bundesvorstandes der CDA ist, äußerte die Hoffnung, dass die Bundesagentur für Arbeit die Arbeitsagenturen und Jobcenter anweist, in Zukunft dieses Urteil bei ihren Arbeitsvermittlungen zu Grunde zu legen und den Armutslohn-Arbeitgebern die Rote Karte zu zeigen.

V.i.S.d.P.: Joachim Specht, Kreisvorsitzender der CDA Treptow-Köpenick


Es reicht, Herr Mißfelder

CDA Treptow-Köpenick ist empört über die Geringschätzung von ALG 2 Empfänger

Mit großer Empörung hat die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) Treptow-Köpenick die Äußerung des Bundesvorsitzenden der Jungen Union Philipp Mißfelder aufgenommen, der  auf einer Parteiveranstaltung in Haltern am See im Ruhrgebiet die Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze als einen "Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie“ bezeichnet hat. Dazu erklärte der CDA-Kreisvorsitzende Joachim Specht: „Dies ist ja nicht der erste unverzeihliche verbale Ausfall gegen sozial Schwache dieses Herrn. Viel deutlicher kann man es nicht sagen, was Herr Mißfelder von den Millionen zum größten Teil unverschuldet arbeitslos gewordenen Mitbürgern hält, die gezwungen sind, vom Arbeitslosengeld II zu leben und deren Kinder die wirtschaftlichen Nachteile ertragen müssen, weil die Erhöhung der Regelsätze nicht einmal die Teuerungsrate ausgleicht. “

„Während auf der einen Seite CDA Bundesvorsitzender und  CDU – Präsidiumsmitglied Karl-Josef Laumann als NRW – Minister für kindgerechte Regelsätze kämpft, qualifiziert der Bundesvorsitzende der CDU – Jugendorganisation die von Hartz IV abhängigen Menschen in menschenverachtender Weise ab,“, empört sich Specht, der auch Bundesvorstands-mitglied und stellv. Landesvorsitzender der CDA ist. Dies sei eines Vertreters der CDU unwürdig, meint er und fragt, ob Herr Mißfelder nicht einmal über einen Austritt und Rücktritt nachdenken sollte.

Berlin, den 20. Febr. 2009
V.i.S.d.P.: Joachim Specht, CDA - Kreisvorsitzender



CDA beschließt Plakat-Aktion gegen Sarrazin

Die CDA Berlin kündigte heute in einem Pressegespräch eine Plakat-Aktion gegen die unsoziale Politik des rot-roten Senats an. Vor dem Hintergrund der schändlichen Äußerung des Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin „Pullover statt Heizung“ hat die CDA Berlin eindrückliche Forderungen für ein sozialeres Klima in Berlin vorgestellt.
„Von den zynischen Forderungen Sarrazins sind besonders alte Menschen und Kinder betroffen“, so die stellv. CDA-Bundes- und Landesvorsitzende Silke Striezel-Wolff im Gespräch. Auch für Arbeitnehmer/innen sei Sarrazins Energiespar-Tipp nicht hinnehmbar. „16 Grad Celsius sind weniger als in der Arbeitsstättenverordnung für Arbeitsplätze vorgesehen ist“, mahnte Striezel-Wolff.
CDA-Hauptgeschäftsführer Martin Kamp betonte „Ob nun die steten unwürdigen Äußerungen Sarrazins oder Wowereits Abbruch der Tarifverhandlungen: Rot-rot betreibt eine Politik der Spaltung und Ausgrenzung. Das ist das Letzte, was Berlin braucht.“

Berlin, den 01.08.2008

V.i.S.d.P.: Silke Striezel, c./o. CDA Berlin, Wallstraße 14a, 10179 Berlin
e-mail: Striezel@cdaberlin.de, Tel.:
0177 274 85 78

Unsere Plakate


Unsere Forderungen:

Mehr soziales Klima in Berlin

Horst Gedack, Landesvorsitzender der CDA Berlin
Silke Striezel, stellvertretende CDA-Bundesvorsitzende und stellvertretende Landesvorsitzende der CDA Berlin und
Martin Kamp, CDA-Hauptgeschäftsführer
erklären:

Vor dem Hintergrund der jüngsten Äußerungen des Finanzsenators stellen wir heute zwei Plakatmotive vor. Wir werden die Plakate an geeigneten Stellen präsentieren, in CDA/CDU - Schaukästen, bei Veranstaltungen und Ständen. Und wir werden die Motive außerdem als Postkarten drucken. Plakate und Postkarten können bei der CDA angefordert werden.

Die Verbalausfälle des Finanzsenators sind unerträglich. Und mindestens so unerträglich ist, dass der Regierende Bürger-meister dem tatenlos zusieht. Die bloße Äußerung, manchmal wäre es besser, wenn er schweigen würde, kann nicht darü-ber hinwegtäuschen, dass der Regierende von einer Promi-Hochzeit zur nächsten jettet, während der Finanzsenator sozial Schwachen in geradezu zynischer Weise Tipps gibt, wie sie angesichts hoher Energie- und Lebensmittelpreise über die Runden kommen können.
Was dem Finanzsenator die Bezieher von Arbeitslosengeld II, sind dem Regierenden offenbar die Landesbediensteten. Die einseitige Verordnung einer lächerlichen Einmalzahlung und der Abbruch der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst – also Lohndiktat statt Verhandlungen auf Augenhöhe - stellen eine Kriegserklärung an die Tarifautonomie dar. Dem Finanzsenator und dem Regierenden Bürgermeister fehlt der Bezug zur Situation der Menschen. Sie betreiben eine Politik der Spaltung und Ausgrenzung.
Wir fordern mehr Gemeinsinn, mehr Miteinander und mehr soziale Partnerschaft. Wir wollen eine Politik, die jeden Menschen mit seiner Würde respektiert. Wir treten dafür ein, dass jeder eine Chance auf Teilhabe bekommt. Wir wollen mehr soziales Klima für Berlin.

1. Konkret fordern wir als ersten Schritt die sofortige Entlassung des Finanzsenators. Das wäre ein erstes klares Signal gegen eine Politik der Ausgrenzung.
2. Wir fordern den Senat auf, unverzüglich die Tarifverhand-lungen für den öffentlichen Dienst wieder aufzunehmen.
3. Die CDA will Bezieher von Arbeitslosengeld II und sozial Schwache nicht ausgrenzen, sondern sie unterstützen. Vorbildlich arbeitet die Sozialberatung der CDA in Treptow - Köpenick.
4. Wir fordern den Senat auf, wieder ein zinsgünstiges Exi-stenzgründungsdarlehens- und Coaching - Programm aufzu-legen. Hierzu sind vorhandene EFRE-Mittel heranzuziehen und so inhaltlich auszurichten, dass ein 50proz. Frauenanteil ermöglicht wird.
5. Die Haushaltssperre für die Beschäftigungsförderung im Land Berlin in Höhe von 9 Mio. Euro ist sofort aufzuheben.

Berlin, den 01.08.2008

Verantwortlich: CDA-Landesverband Berlin / CDA-Hauptgeschäftsstelle, Oranienburger Straße 65, 10117 Berlin

 


Dr. Heiner Geißler
Politik und Ethik

Politik soll laut Aristoteles das geordnete Zusammenleben der Menschen ermöglichen. Was die richtige Ordnung ist, wird seit Menschengedenken unterschiedlich beurteilt, und die Philosophen aller Zeiten haben sich bemüht, darauf eine Antwort zu geben. Die Römer hatten eine Vorstellung von der richtigen Ordnung, die Pax Romana. Im Mittelalter gab es die Zwei-Reiche-Theorie, in der absoluten Monarchie hieß es »L‘état c‘est moi«. Auch die Nazis hatten eine Ordnungsvorstellung, genauso wie die Kommunisten. Was aber gilt heute? Kants kategorischer Imperativ, diese goldene Regel, die sich in unterschiedlichen Formulierungen auch bei Konfuzius und in der Bibel wiederfindet, gibt leider keine endgültige Antwort. Das liegt an dem ihm innewohnenden Subjektivismus. Die Frage ist grundsätzlicher und tiefgründiger. Und die Antwort hat harte politische Konsequenzen. Es geht nämlich um die Frage:  »Was oder wer ist ein Mensch?« Die Antwort ist in der Menschheitsgeschichte höchst umstritten. Karl Marx schreibt in einer seiner frühen Schriften unter dem Titel »Zur Judenfrage«, der Mensch, wie er gehe und stehe, sei nicht der eigentliche Mensch, sondern er müsse das richtige gesellschaftliche Bewusstsein haben und der richtigen Klasse angehören. Bei den Nazis musste er der richtigen Rasse angehören, bei den Nationalisten der richtigen Nation. Bei uns natürlich der deutschen Nation, und die nicht dazugehören, kann man schlagen oder umbringen. Die Fundamentalisten verlangen, dass der Mensch die richtige Religion hat, sonst wird er ausgepeitscht wie in Saudi-Arabien oder auf dem Scheiterhaufen verbrannt wie bei uns noch bis vor dreihundert Jahren.

Bei anderen Fundamentalisten muss der Mensch das richtige Geschlecht haben, er darf bloß keine Frau sein, sonst ist er von vornherein ein Mensch zweiter Klasse. Das ist die auf der Erde wohl am weitesten verbreitete negative Kategorisierung des Menschen. Über die Hälfte der Menschheit sind Frauen. Aber es gibt niemanden, der mehr diskriminiert, entrechtet, geschändet, versklavt wird als Frauen. In Europa war das bis vor hundert Jahren im Prinzip fast genauso. Achtzig Prozent der eine Milliarde Analphabeten auf der Erde sind Frauen. Aber nicht, weil sie dümmer wären als die Männer, sondern weil sie von den von Männern errichteten staatlichen Strukturen, vor allem Bildungseinrichtungen, systematisch ferngehalten werden. Wenn Menschen das Pech haben, zur falschen Klasse, Rasse, Nation, Geschlecht, Religion zu gehören, dann werden sie erschossen, vergast, gesteinigt, zu Tode gefoltert oder sonst wie umgebracht. So war es früher, so ist es heute. Falsche Menschenbilder sind die Ursache für die schlimmsten Verbrechen, für die größten politischen Fehlleistungen, die sich die Menschheit geleistet hat.

Offenkundig ist die Frage nach dem Menschenbild von entscheidender politischer Bedeutung. Das richtige Menschenbild kann keine »entschärfte« Variante der falschen Menschenbilder sein. Dass diese falsch sind, ergibt sich aus den Erfahrungen der Menschheitsgeschichte. Das richtige Menschenbild kann nichts anderes sein als deren Gegenteil. Diese Antwort finden wir im Evangelium. Der Mensch, wie er geht und steht, ist der »eigentliche Mensch«, in seiner Würde unantastbar, unabhängig von Rasse, Hautfarbe und Geschlecht.

Das hat Folgen: Die Erwachsenen von heute beispielsweise dürfen nicht so leben, dass sie die Menschenwürde derer verletzen, die nach ihnen kommen. Aber sie tun es. Jedes Jahr fallen weltweit Flächen der Brandrodung zum Opfer, die größer sind als Dänemark, Luxemburg und die Schweiz zusammen. Jeden Tag gehen zwanzig Pflanzen- und Tierarten unwiderruflich zugrunde. In jeder Sekunde blasen die Menschen Tausende Tonnen von Treibgasen in die Luft. Zum ersten Mal in den Milliarden von Jahren währenden Geschichte des Lebens kann eine Spezies, nämlich die menschliche, die gesamte Biosphäre vernichten. Wie Parasiten zerstören wir den Wirt, auf dem wir leben, unsere Mutter Erde. Aber im Gegensatz zu anderen Parasiten können wir unsere Kinder nicht einfach auf einen anderen Wirt schicken, wenn der jetzige stirbt.

Neben der Diskriminierung der Frauen hat der Rassismus die tiefsten Spuren in der Menschheitsgeschichte hinterlassen. Nach wie vor werden Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Rasse oder Religion geächtet, auch wenn die Fälle zahlenmäßig zurückgehen. Doch es sind neue Verletzungen der Menschenwürde aufgekommen. In England erhalten Menschen, die älter sind als achtzig Jahre, keine Bypass-Operation, kein künstliches Hüftgelenk, und sie werden nicht zur Dialyse zugelassen. Es sei denn, sie haben genug Geld, um diese medizinischen Leistungen aus der eigenen Tasche zu bezahlen. In den Vereinigten Staaten ist die Lage noch katastrophaler. 45 Millionen Amerikaner haben keine Krankenversicherung, was im US-Präsidentschaftswahlkampf 2008 eine entscheidende Rolle gespielt hat. Eine Zwei-Klassen-Medizin gibt es inzwischen auch in Deutschland. Die Wohlhabenden unseres Volks haben sich zu einem Club zusammengeschlossen und versichern sich gegenseitig. Das sind die Privatversicherten. Die Ärmeren, und das sind die meisten, sind in der gesetzlichen Krankenversicherung zusammengeschlossen und versichern sich ebenfalls gegenseitig. Die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung kann aber nicht funktionieren, weil ihr das Geld der Wohlhabenden fehlt. So wird die Gesellschaft bewusst in zwei Teile gespalten. Es ist eine neue Kategorie der Verletzung der Menschenwürde entstanden: arm, krank und alt. Der Mensch wird zum Kostenfaktor. Er gilt umso mehr, je weniger er kostet und umso weniger, je mehr er kostet. Das merken wir schon an der Sprache, die im Gesundheitswesen gesprochen wird.
Ich bin Verwaltungsratsvorsitzender einer großen Sozialstation in Rheinland-Pfalz. Diese Aufgabe übernahm ich aus Nostalgiegründen, weil ich die Sozialstationen als Landessozialminister vor über dreißig Jahren begründet habe. Sie waren eine Initiative, auf die ich heute noch stolz bin, und haben sich inzwischen in ganz Deutschland und auch in Österreich verbreitet. Es gibt hier keine Region mehr, die keine Sozialstation hat.

Ich habe erstaunliche Neuerungen erlebt. So wird in Dokumenten des Bundestags und in Broschüren der Caritas und der Diakoniewerke nicht mehr über Pflegebedürftige geschrieben, sondern über Kunden. Die Pflegebedürftigen sind neben den Ungeborenen aber die hilfsbedürftigsten Menschen in unserer Gesellschaft. Sie und insgesamt die Kranken zu Kunden zu deklarieren offenbart, wie ein langsam wirkendes Gift sich in das Bewusstsein unserer Gesellschaft einschleicht. Der kranke Mensch hat auch Ansprüche, weil er Beiträge bezahlt hat. Aber er ist in erster Linie ein um Hilfe suchender Mensch, der geheilt werden will. Zum neuen Patientenbild passt, dass der Krankenhausarzt zum Fallpauschalenjongleur wird, der dreißig Prozent seiner Arbeitszeit darauf verwenden muss, die richtige Fallpauschale herauszufinden für den medizinischen Eingriff, den er gerade vorgenommen hat. Es muss vor allem die für den Geschäftsführer des Krankenhauses richtige Fallpauschale sein. Das sind oft 35-, 40-jährige Menschen, die außer Betriebswirtschaftslehre nichts in ihrem Leben gelernt haben. Sie haben keine Ahnung von Philosophie und Theologie, vom Humanismus, von der Geschichte der Menschheit und vor allem nicht von Medizin. Diese Leute glauben, die Welt bestehe aus der Addition von Zahlen. Entsprechend dieser Mentalität wird das Krankenhaus umfunktioniert zu einem an der Gewinnmaximierung orientierten Unternehmen, geradeso, als wäre das Gesundheitswesen der Media Markt. Wir sind die Zeitzeugen einer durchgehenden Ökonomisierung der gesamten Gesellschaft, vor allem im Gesundheits- und Bildungswesen. Natürlich kann man überall effektiver arbeiten, und Bildung und Gesundheit müssen bezahlt werden. Wir brauchen aber für beide Bereiche nicht weniger, sondern mehr Geld. Dies ist jedoch kein grundsätzliches Problem, denn es gibt, wie wir wissen, auf der Erde Geld wie Heu – es ist nur falsch verteilt.

Es breitet sich in unserer Gesellschaft eine seelische Hornhautmentalität aus, die die Menschen unempfindlich macht für die wirklichen Nöte ihrer Mitmenschen. Die Verrohung der politischen Klassen, auch der Parteien, wird immer stärker und führt zu gewaltigen Fehlern, vor allem in der Sozial-, Arbeitsmarkt- und Gesundheitspolitik. Bei Hartz IV liegt der Fehler nicht in der Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe. Diese Entscheidung war unter fiskalischen Gesichtspunkten richtig, sie war aber, wenn man so will, philosophisch und menschlich falsch. Der 50-jährige Opel-Arbeiter in Bochum, der wegen der ins Schleudern geratenen Konzernmutter General Motors arbeitslos geworden ist, hat 35 Jahre Steuern und Beiträge bezahlt, Kinder großgezogen und eine gute Arbeit in seiner Firma abgeliefert. Er wird nach einem Jahr Arbeitslosengeldbezug auf den untersten Level der Sozialleiter geschoben. Er wird zum Fürsorgeempfänger gemacht. Das Geld bekommt er erst, wenn er vorher fast alles versilbert hat, was er für sich und seine Familie erarbeiten konnte. Er wird auch enteignet, wenn er keinen Job bekommt. Die Parole »Fordern und Fördern« beschränkt sich meist auf das Fordern. Der ehemalige Opel-Arbeiter wird behandelt, als hätte er nie einen Hammer in der Hand gehabt. Er wird aus der Verbindung zum Arbeitsleben völlig herausgerissen. Die Arbeitslosenhilfe betrug früher immerhin 52 Prozent des letzten Nettolohns, hatte also einen Bezug zur Arbeitsleistung vor der Arbeitslosigkeit. Diese psychologisch wichtige Verbindung wird durch Hartz IV gekappt. Jahrelange Arbeit wird ignoriert. Hartz IV ist nichts anderes als die in Paragraphen gegossene staatliche Missachtung der Lebensleistung dieser Menschen. Da dieses Schicksal jedem blühen kann, sogar Mitgliedern von Unternehmensvorständen, hat Hartz IV eine flächendeckende negative Wirkung. Die Menschen bekommen Angst vor der Zukunft, weil sie nicht wissen können, ob und wann das Damoklesschwert der Arbeitslosigkeit auf sie herabfällt.

Der inzwischen zurückgetretene Vorstandsvorsitzende des Automobilzulieferers Continental, Manfred Wennemer, hat mir bei einer Diskussion an der Universität Passau in schöner Offenheit die Vorteile von Hartz IV für sein Unternehmen benannt. Er sagte, Hartz IV sei unverzichtbar, weil seit seiner Einführung der Krankenstand bei »Conti« sich auf dem niedrigsten Niveau halte, das es in der Firma je gegeben habe. Auf die Frage, warum dies so sei, antwortete Wennemer, »weil die Menschen Angsthaben, nach Hartz IV abgestuft zu werden«. Die Ökonomisierung der Gesellschaft hat die Einstellung der politisch Verantwortlichen und der Angehörigen der Verwaltungen gegenüber Antragstellern und Hilfesuchenden pervertiert. Kostenargumente dominieren, die persönlichen Schicksale betroffener Menschen verschwinden hinter einer Wand von Paragraphen und Zahlen. Das Denken der Menschen verroht, und gleichzeitig verlieren sie die Fähigkeit zum Mitleiden, zur Barmherzigkeit, vor allem wenn es um die eigenen Landsleute geht. Die totale Ökonomisierung der Gesellschaft, deren Ergebnis die sich im eigenen Volk verschärfende Not ist, ist die Todsünde des Kapitalismus.

Als ich Sozialminister in Rheinland-Pfalz war, von 1967 bis 1977, fiel auch die Kriegsopferversorgung in meine Zuständigkeit. Immer wieder gab es Streit über die richtige Einstufung der Kriegsversehrten hinsichtlich der Minderung ihrer Erwerbsfähigkeit (MdE genannt) und ihres Berufsschadensausgleichs, der errechnet wurde aus der Differenz zwischen ihrem jetzigen Arbeitseinkommen und dem Entgelt, das sie bekommen hätten, wenn es diesen Krieg nicht gegeben hätte und sie nicht verwundet worden wären. Ich habe alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Versorgungsämter angewiesen, in Zweifelsfällen immer zugunsten der Kriegsopfer und ihrer Angehörigen zu entscheiden. Dadurch wurden nicht nur die Klagen vor den Sozialgerichten auf ein Minimum reduziert, sondern auch das Selbstbewusstsein der Kriegsopfer gestärkt, die unter ihren Verletzungen oft schwer zu leiden hatten. Wenn Kläger vor den Sozialgerichten recht bekamen, hatte ich die Anweisung gegeben, gegen das Urteil nicht in die Berufung zu gehen. Bei den Jobagenturen, den Arbeitsgemeinschaften und den Sozialämtern der Kommunen wird genau das Gegenteil praktiziert. Die sogenannten Jobagenten sind sogar gehalten, am Jahresende Einsparergebnisse vorzulegen. Da sie meist auf ein Jahr befristete Arbeitsverträge haben, tun sie natürlich alles, um dieses Ziel zu erreichen. Das heißt, sie legen in Zweifelsfällen das Gesetz immer gegen die Arbeitslosen aus. Das ist der eigentliche Grund, warum die Arbeitsgerichte von Hartz-IV-Klagen überschwemmt werden. Im Jahr 2008 gab es laut Bundessozialgericht 174 618 neue Verfahren. Diese amtlich verordnete Verrohung der Beamten und Angestellten der Jobagenturen zerstört nicht nur das Vertrauen zwischen Arbeitslosen und den für sie zuständigen Ämtern, sondern macht auch die Hartz-IV-Gesetze wesentlich teurer, als sie es wären, wenn sie human ausgelegt würden. Die Unmenschlichkeit zeigt sich auch darin, dass viele Familien aus den Wohnungen, in denen sie bisher mit ihren Kindern gelebt haben, durch die Jobagenten vertrieben werden, weil die Wohnfläche größer ist, als die Bestimmungen von Hartz IV vorsehen.

Die Privilegierung der Minijobs durch die Hartz-IV-Gesetzgebung führte zu einer weiteren Entsolidarisierung der Gesellschaft, ähnlich wie in den Vereinigten Staaten. Wenn zwei oder drei Jobs notwendig sind oder beide Elternteile berufstätig sein müssen, um den Familienhaushalt zu finanzieren, werden die Familien zerrüttet, verwahrlosen die Kinder, brechen Ehen auseinander. Es ist die Amerikanisierung der sozialen Verhältnisse, die unsere Gesellschaft bedroht. Das US-Erziehungsministerium schätzt, dass 25 Prozent der Amerikaner Analphabeten sind. Es handelt sich vor allem um Kinder aus Working-poor-Familien. Auf 100 000 Einwohner kommen in den Vereinigten Staaten zwölf Kapitalverbrechen, in Deutschland sind es – noch – zwei. Millionen von Amerikanern sitzen rechtskräftig verurteilt in Gefängnissen. Der amerikanische Soziologe Fridman hat einmal hochgerechnet vom Jahr 1990 bis zum Jahr 2040, dass, wenn diese Entwicklung weiterginge, von 2009 an gerechnet in 31 Jahren die Hälfte der Amerikaner im Gefängnis sitze und von der anderen Hälfte bewacht werde. Diese gewiss zugespitzte Prognose kennzeichnet das Charakteristische an der gesellschaftlichen Entwicklung: nämlich die immer weiter um sich greifende Entsolidarisierung. Selbst der überzeugteste Monetarist und Fiskalfetischist müsste eigentlich erkennen, dass die finanziellen Folgeschäden einer entsolidarisierten Gesellschaft größer sind als alle Kosten einer Gesellschaftsordnung, die den Menschen nicht zum Kostenfaktor degradiert, sondern sich am christlichen und humanen Menschenbild orientiert.

Die globale ökonomische und soziale Entwicklung steht im diametralen Gegensatz zur Botschaft des Evangeliums. Die Ökonomisierung der Gesellschaft beruht auf dem kapitalistischen Wirtschaftssystem, in dem die menschlichen Werte auf den Kopf gestellt werden. Das Kapital ist im Lichte des Evangeliums keineswegs per se schlecht, aber es hat den Menschen zu dienen und nicht die Menschen zu beherrschen. Heute ist es umgekehrt. Das Kapital beherrscht die Menschen, und die Menschen sind seinen Interessen ausgeliefert. Es gibt in der Politik aber keine überflüssigen Menschen. In den Demokratien haben sie alle eine Stimme, und sie werden sie nutzen. In autoritären oder diktatorischen Systemen, wo die Menschen keine Stimme haben, werden sie oder ihre geistlichen Führer sich Waffen besorgen, und wenn es fliegende Kerosinbomben sind, die in den Symboltürmen des Kapitalismus einschlagen, oder Sprengsätze, die, von Handys gezündet, in Vorortzügen europäischer Hauptstädte explodieren. Das verfehlte Wirtschaftssystem produziert den Terrorismus.

Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Heiner Geißler vom 11.04.2011

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CDA Berlin fordert den Rücktritt des RCDS Bundesvorsitzenden Ludewig
 Berliner Sozialausschüsse empört über die verfassungsfeindliche Diskriminierung Arbeitsloser und Rentner durch den Repräsentanten des CDU-nahen Studentenverband

 Empört und fassungslos zeigte sich der stellv. Landesvorsitzende der CDA (Sozialausschüsse in der CDU) Joachim Specht über die Forderungen des Bundesvorsitzenden des Ringes Christlich Demokratischer Studenten (RCDS) Gottfried Ludewig, das Wahlrecht der Rentner und ALG II Empfänger bei Bundestags- und Landtagswahlen einzuschränken. Dazu sollten nach Ludewigs kruden Vorstellungen, die in einer mail allen Vereinigungen in der CDU zugeschickt worden waren und per „Bild-Zeitung“ öffentlich gemacht wurden, sogenannte Leistungsträger mit doppeltem Stimmrecht ausgestattet werden.
„Damit verlässt Herr Ludewig nicht nur den Boden unserer Verfassung, sondern verstößt auch gegen  eine der wichtigsten Errungenschaften unserer abendländischen politisch-demokratischen Kultur, dem Grundprinzip der „gleichen Wahl“.“ erklärte Specht, der auch Mitglied des CDA – Bundesvorstandes ist. „Deshalb fordere ich ihn auf, umgehend vom Bundesvorsitz des RCDS zurückzutreten. Wer solche allen demokratischen Überzeugungen diametral widersprechende Forderungen stellt, hat außerdem in der Christlich Demokratischen Union nichts mehr zu suchen. Darum erwarte ich, dass die CDU gegen ihn ein Parteiordnungsverfahren einleitet.“ Dies sei auch deshalb wichtig, weil Ludewig als kooptiertes Mitglied dem Bundesvorstand der CDU angehöre.

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CDA-Erfolg: Keine Grabsteine aus Kinderhand mehr auf Berlins Friedhöfen

Großer Erfolg für die CDA-Kampagne „kind. gerecht.“ gegen aus-beuterische Kinderarbeit in Berlin: Grabsteine, die aus ausbeute-rischer Kinderarbeit stammen, sollen auf den Friedhöfen der Hauptstadt nicht mehr aufgestellt werden. Darüber sind sich die Fraktionen des Abgeordnetenhauses von Berlin einig. Anfang nächsten Jahres soll ein entsprechender Antrag aus den Reihen der CDU-Fraktion offiziell beschlossen werden.
Joachim Specht, stellvertretender Landesvorsitzender der CDA Berlin und Mitglied im Bundesvorstand der CDU-Arbeitnehmeror-ganisation, hatte sich gleich nach dem Auftakt er CDA-Kampagne bei der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus für eine entsprechen-de parlamentarische Initiative stark gemacht. Die Abgeordnete Emine Demirbüken-Wegner unterstützte ihn darin, so dass die CDU-Fraktion den Antrag rasch auf den Weg bringen konnte.
Hintergrund: Viele Grabsteine auf deutschen Friedhöfen stammen aus Indien. In den dortigen Steinbrüchen müssen vielfach Kinder unter miserablen Bedingungen schuften. Es geht aber auch anders: So gibt es ein Siegel („XertifiX“), das – durch unabhän-gige und unangemeldete Kontrollen abgesichert – bescheinigt, dass die Grabsteine nicht aus Kinderarbeit stammen. Der CDU-Antrag, für den es nun eine parlamentarische Mehrheit gibt, schreibt vor, dass auf landeseigenen Friedhöfen „nur Grabsteine aufgestellt werden dürfen, die nachweislich in der gesamten Wertschöpfungskette ohne ausbeuterische Kinderarbeit im Sinne der ILO-Konvention 182 hergestellt sind.“ Mit den nichtstaatlichen Trägern von Friedhöfen – vor allem Kirchen – soll gesprochen werden, um diese für die Aufnahme der gleichen Bestimmung in ihre jeweiligen Friedhofsordnungen bzw. –satzungen zu gewin-nen.
„Wir freuen uns, dass Joachim Specht und andere in Berlin sofort die Initiative ergriffen haben, nachdem wir unsere Kampagne gestartet und die Homepage www.cda-gegen-kinderarbeit.de online geschaltet haben“, so der CDA-Hauptgeschäftsführer Martin Kamp. Das Ziel sei es, durch viele kleine Schritte und lokales Handeln zu einer Welt ohne Kinderarbeit zu gelangen. Mit dem Erfolg in Berlin komme man diesem Ziel wieder ein Stück näher

Verantwortlich: Martin Kamp, CDA-Hauptgeschäftsführer
Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft Deutschlands
CDA-Hauptgeschaeftsstelle •  Postfach 04 01 49 
•  10061 Berlin, Fon +49 30 922511-0

 



CDA – Bundesvorstandsmitglied bittet die CDU Fraktion den Misstrauensantrag gegen Pflüger abzulehnen

Zu dem morgen in der CDU – Fraktion des Berliner Abgeord-netenhaus zu entscheidenden Misstrauensantrag gegen den Fraktionsvorsitzenden Friedbert Pflüger erklärte der Kreisvor-sitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA, Sozialausschüsse in der CDU) von Treptow- Köpenick Joachim Specht: „Zwar kann man - wie ich - den Zeitpunkt der Pflügerschen Initiative zur Bündelung der Ämter von Landes-vorsitz der CDU und Fraktionsvorsitz für falsch halten angesichts der noch nicht abgeschlossenen Personaldiskussionen bei der Nominierungen der Kandidaten für den Deutschen Bundestag, dennoch hat er in der Sache natürlich Recht. Wer wie ich die jahrelange Arbeit im CDU - Landesverband für die CDA mit-getragen hat, muss eine stärkere inhaltliche- auch mit der Öffnung zu den Grünen verbundene - Positionierung der Partei, wie sie Pflüger wünscht, vorbehaltlos begrüßen, da die stän-digen Reibungsverluste durch die parallele Arbeit von Fraktion und Partei jedes aktive Parteimitglied manchmal hat verzweifeln lassen.“
Aber völlig unabhängig davon ist Specht, der auch Mitglied des Bundesvorstandes der CDA ist, davon überzeugt, dass das Ergebnis einer morgigen Abwahl von Pflüger eine Zementierung der Mehrheiten für Rot - Rot für die nächsten 10 Jahre bedeuten würde, weil die CDU sich wieder einmal als nicht regierungsfähig erweisen würde. „Das ist die absolute Katastrophe für die Union“, meinte Specht. „Ich jedenfalls kann niemandem erklä-ren, weshalb ein Mann wie Pflüger „abgemeiert“ werden soll, der nur sein demokratisches und satzungsgemäßes Recht auf eine Kandidatur innerhalb der Partei wahrnehmen will.“
Specht bittet deshalb die Fraktionsmitglieder: „Stellen Sie Ihre eigenen persönlichen Betroffenheiten zurück und denken Sie an die vielen fleißigen Parteimitglieder, die völlig ehrenamtlich für unsere Sache arbeiten.Wenden Sie die Katastrophe ab und stimmen Sie morgen gegen den Misstrauensantrag!“

V.i.S.d.P : Joachim Specht, Kreisvorsitzender der CDA Treptow-Köpenick und Mitglied des CDA – Bundesvorstandes



CDA beschließt Plakat-Aktion gegen Sarrazin

Die CDA Berlin kündigte heute in einem Pressegespräch eine Plakat-Aktion gegen die unsoziale Politik des rot-roten Senats an. Vor dem Hintergrund der schändlichen Äußerung des Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin „Pullover statt Heizung“ hat die CDA Berlin eindrückliche Forderungen für ein sozialeres Klima in Berlin vorgestellt.
„Von den zynischen Forderungen Sarrazins sind besonders alte Menschen und Kinder betroffen“, so die stellv. CDA-Bundes- und Landesvorsitzende Silke Striezel-Wolff im Gespräch. Auch für Arbeitnehmer/innen sei Sarrazins Energiespar-Tipp nicht hinnehmbar. „16 Grad Celsius sind weniger als in der Arbeitsstättenverordnung für Arbeitsplätze vorgesehen ist“, mahnte Striezel-Wolff.
CDA-Hauptgeschäftsführer Martin Kamp betonte „Ob nun die steten unwürdigen Äußerungen Sarrazins oder Wowereits Abbruch der Tarifverhandlungen: Rot-rot betreibt eine Politik der Spaltung und Ausgrenzung. Das ist das Letzte, was Berlin braucht.“

Berlin, den 01.08.2008

V.i.S.d.P.: Silke Striezel, c./o. CDA Berlin, Wallstraße 14a, 10179 Berlin
e-mail: Striezel@cdaberlin.de, Tel.:
0177 274 85 78

Unsere Plakate


Unsere Forderungen:

Mehr soziales Klima in Berlin

Horst Gedack, Landesvorsitzender der CDA Berlin
Silke Striezel, stellvertretende CDA-Bundesvorsitzende und stellvertretende Landesvorsitzende der CDA Berlin
Joachim Specht, stellv. Landesvorsitzender, Mitglied des CDA Bundesvorstandes und Kreisvorsitzender der CDA Trept.-Köp.
und
Martin Kamp, CDA-Hauptgeschäftsführer
erklären:

Vor dem Hintergrund der jüngsten Äußerungen des Finanzsenators stellen wir heute zwei Plakatmotive vor. Wir werden die Plakate an geeigneten Stellen präsentieren, in CDA/CDU - Schaukästen, bei Veranstaltungen und Ständen. Und wir werden die Motive außerdem als Postkarten drucken. Plakate und Postkarten können bei der CDA angefordert werden.

Die Verbalausfälle des Finanzsenators sind unerträglich. Und mindestens so unerträglich ist, dass der Regierende Bürger-meister dem tatenlos zusieht. Die bloße Äußerung, manchmal wäre es besser, wenn er schweigen würde, kann nicht darü-ber hinwegtäuschen, dass der Regierende von einer Promi-Hochzeit zur nächsten jettet, während der Finanzsenator sozial Schwachen in geradezu zynischer Weise Tipps gibt, wie sie angesichts hoher Energie- und Lebensmittelpreise über die Runden kommen können.
Was dem Finanzsenator die Bezieher von Arbeitslosengeld II, sind dem Regierenden offenbar die Landesbediensteten. Die einseitige Verordnung einer lächerlichen Einmalzahlung und der Abbruch der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst – also Lohndiktat statt Verhandlungen auf Augenhöhe - stellen eine Kriegserklärung an die Tarifautonomie dar. Dem Finanzsenator und dem Regierenden Bürgermeister fehlt der Bezug zur Situation der Menschen. Sie betreiben eine Politik der Spaltung und Ausgrenzung.
Wir fordern mehr Gemeinsinn, mehr Miteinander und mehr soziale Partnerschaft. Wir wollen eine Politik, die jeden Menschen mit seiner Würde respektiert. Wir treten dafür ein, dass jeder eine Chance auf Teilhabe bekommt. Wir wollen mehr soziales Klima für Berlin.

1. Konkret fordern wir als ersten Schritt die sofortige Entlassung des Finanzsenators. Das wäre ein erstes klares Signal gegen eine Politik der Ausgrenzung.
2. Wir fordern den Senat auf, unverzüglich die Tarifverhand-lungen für den öffentlichen Dienst wieder aufzunehmen.
3. Die CDA will Bezieher von Arbeitslosengeld II und sozial Schwache nicht ausgrenzen, sondern sie unterstützen. Vorbildlich arbeitet die Sozialberatung der CDA in Treptow - Köpenick.
4. Wir fordern den Senat auf, wieder ein zinsgünstiges Exi-stenzgründungsdarlehens- und Coaching - Programm aufzu-legen. Hierzu sind vorhandene EFRE-Mittel heranzuziehen und so inhaltlich auszurichten, dass ein 50proz. Frauenanteil ermöglicht wird.
5. Die Haushaltssperre für die Beschäftigungsförderung im Land Berlin in Höhe von 9 Mio. Euro ist sofort aufzuheben.

Berlin, den 01.08.2008

Verantwortlich: CDA-Landesverband Berlin / CDA-Hauptgeschäftsstelle, Oranienburger Straße 65, 10117 Berlin


Aktuelles

Aufruf der CDA im Land Berlin zum Tag der Arbeit 2008
Geschichte erinnern – Zukunft gestalten

Geschichte erinnern
Vor 75 Jahren wurde der „Tag der Arbeit“ von den Nationalsozialisten missbraucht. Die damaligen  Verantwortlichen der Gewerk-schaftsbewegung wurden hintergangen. In der Hoffnung Schlimmeres verhindern zu können, ließen sie sich auf einen „Pakt mit dem Teufel“ ein. Viele haben dies mit ihrem Leben bezahlt. Am Tag nach den Feiern zum 1. Mai 1933 wurden die Gewerkschaftshäuser gestürmt, die Gewerkschaften zerschlagen und die Führungskräfte verhaftet. Keine Gewerkschaftsrichtung wurde verschont: zuerst kamen die Sozialisten, dann die Christen ins Gefängnis oder KZ. Manche konnten ins Ausland fliehen, andere gingen in den Untergrund. Sie wirkten später teilweise im Widerstand gegen das Hitlerregime mit. Die Überlebenden halfen mit, aus den Trümmern ein demokratisches und soziales Deutschland aufzubauen. Die Berliner CDA erinnert an Ernst Lemmer und Jakob Kaiser. Sie wirkten in Berlin, wurden im Osten verfolgt und flohen in den Westen. Jakob Kaiser legte als erster Minister für gesamtdeutsche Fragen die Grundlagen zur Deutschen Einheit, die die Bürgerinnen und Bürger 1989 in einer friedlichen Revolution verwirklichten.

Im Gedenken an die Opfer von Gewaltherrschaft sagen wir:

  • Freiheit und Gerechtigkeit sind unverzichtbar

  • Demokratie und freie Meinungsäußerung verteidigen wir

  • Menschenrechte gelten überall, ob in Deutschland oder Tibet

Zukunft gestalten
Die rot–rote Landesregierung hat die Wirtschaftskraft nicht erhöht. Die Armut in Berlin ist nicht weniger geworden. Die Arbeitslosigkeit ist immer noch zu hoch. Die Berliner Wirtschaft hinkt der Entwick-lung in Deutschland hinterher, weil der Senat falsche Schwerpunkte setzt. Statt „Vorfahrt für Arbeit“ lautet das Motto des Senates „Feiern hat Vorrang“. Dies hilft nicht den Menschen in Berlin, die auf Hartz IV angewiesen sind, sondern nur der Schickeria, die den Cent nicht umdrehen muss.

Die CDA steht für eine Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Wir treten ein

  • für „Gute Arbeit“ in Berlin - Industrieansiedlung ist die Aufgabe der Stunde

  • für bessere Bildung in Berlin - das Lehrpersonal muss geschult und vermehrt werden, die Schulen sind zu sanieren

  • für ein Einkommen, mit dem man auskommt - auch die Beschäftigten des Landes dürfen nicht von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt werden

Wir rufen alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf, sich an der Kundgebung des DGB und seiner Gewerkschaften am Brandenburger Tor zu beteiligen.
Kommt zur Demonstration! - Geht zur Kundgebung!

 

V.i.S.d.P.: CDA Landesverband Berlin, Wallstr. 14 A, 10179 Berlin


CDA Berlin solidarisch mit den Tarifbeschäftigten  im öffentlichen Dienst

Resolution der Landestagung vom 23. Februar 2008

Die Tarifbeschäftigten beim Bund und bei den Kommunen kämpfen gemeinsam mit den Beamten um eine Anpassung ihrer Einkommen. Die Delegierten der Landestagung der CDA Berlin erklären sich solidarisch mit den Zielen der Tarifbeschäftigten und Beamten.
Die Einkommen dieser Beschäftigten sind seit Jahren nicht mehr angepasst worden. Angesichts der positiven Wirtschaftsentwicklung ist die Einkommenssituation dieser Beschäftigten in eine Schieflage geraten. Hier bedarf es einer Korrektur durch eine kräftige Verbesserung der Einkommen. Zugleich wird mit einer kräftigen Einkommensverbesserung die Binnenkonjunktur gestützt.

V. i. S. d. P.: Egbert Biermann, stellv. CDA-Landesvorsitzender, Wallstr. 14a, Berlin-Mitte, Tel.: 0170 / 914 82 37


Politik-kontrovers

Norbert Blüm - Offener Brief an den Chefredakteur der Bildzeitung:
Umlagefinanzierung vs. Kapitalgedecktes System
in der Rentenversicherung

Herrn Chefredakteur
Kai Diekmann
BILD-Zeitung
Axel-Springer-Platz 1

20350 Hamburg
Fax: 040 / 347 - 22134

Hochverehrter Herr Chefredakteur Diekmann,

erst Ihr Hinweis auf eine Äußerung von Mark Twain hat mich auf die herausragende Bedeutung Ihrer Persönlichkeit auf- merksam gemacht. Chefredakteure eigenen sich also sogar als Prüfsteine für beginnende Altersverwirrung. Mir allerdings würde in Ihrem Fall schon genügen, wenn Sie sich an die Mindestanforderungen journalistischer Redlichkeit halten könnten.
Ihrer Bitte, Ihnen zu erklären, mit welchem Recht ich 1986 die Rente als sicher bezeichnete, komme ich gerne nach und will Ihnen, hochverehrter Herr Chefredakteur, privatissime et gratis beantworten, was ich schon unzählige Male, damals wie heute, öffentlich in Aufsätzen und Reden dargestellt habe.
Das beitragsbezogene Umlagesystem ist das sicherste Alters- sicherungssystem. Eine börsenorientierte, kapitalgedeckte Privatversicherung kann diese Sicherheit nicht bieten. Ein Blick in Gegenwart und Vergangenheit der Privatversicherun- gen genügt als Beweis. Von 112.000 Pensionsfonds in den Vereinigten Staaten haben 32.000 überlebt. Das Schicksal des Pensionsfonds von Enron liefert das jüngste Anschau- ungsmaterial. Insgesamt verloren die Enron-Angestellten 1,2 Milliarden Dollar. Länder mit privater Kapitaldeckung als Al- terssicherungssystem unterscheiden sich auffällig von unse- rem solidarischen Umlagesystem durch höhere Altersarmut.
Das chilenische, kapitalgedeckte Privatversicherungssystem ist desaströs. Hierzulande wurde die Zuverlässigkeit der Privatversicherung in der großen Weimarer Inflation, in der Weltwirtschaftskrise und in der Währungsreform nach dem Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Fünf bis zehn Lebens- versicherungsunternehmen sollen in Deutschland nach der Börsentalfahrt zu Beginn des Jahrtausends vor der Insolvenz gestanden haben. Den Stresstest der Rating-Agentur Fitch Ratings und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsauf- sicht – (Bafin) bestanden 2002 nur 36 von 86 Lebensversi- cherungsunternehmen.
Gegenüber der Grundversorgung, wie sie Professor Miegel und Professor Biedenkopf vorschlagen, bietet das beitragsbezo- gene Pflichtsystem den unschätzbaren Vorteil, dass Ansprü-che, die durch Beiträge in der gesetzlichen Rentenversiche- rung erworben werden, unter dem eigentumsähnlichen Schutz der Verfassung stehen, wie das Verfassungsgericht mehrfach bestätigt hat. Die Rentenansprüche können also nicht beliebig nach unten abgesenkt werden, weil dies einer Enteignung gleichkäme.
Was das Urteil über Ihren Experten Professor Miegel anbe- langt, schließe ich mich der Bewertung von Herrn Professor Peter Bofinger (Mitglied des Sachverständigenrates) an, der ihn für einen „ökonomischen Laien“ hält (Bofinger „Wir sind besser als wir glauben“ S. 155). Professor Bofinger (Mitglied des Sachverständigenrates) vermutet als Motiv für die Gegnerschaft Miegels gegen das Umlagesystem: „ ... deshalb ist er auch so gegen dieses System eingestellt, da er als Lobbyist von der Deutschen Bank bezahlt wird. So offen wird das natürlich nicht zum Ausdruck gebracht, und deshalb fungiert Herr Miegel vornehmlich als „Wissenschaftlicher Berater“ des Deutschen Instituts für Altersversorgung. Das klingt nach unabhängiger Wissenschaft, doch das Institut wird direkt und indirekt voll von der Deutschen Bank finan- ziert. Wie heißt es in seinem Buch so schön: „Täuschung und Betrug oder zumindest Irreführung sind das Salz in der herr- schaftlichen Suppe“ (Bofinger „ebda“ S. 156).
Die von Ihnen immer wieder zitierten Experten Professor Biedenkopf und Professor Miegel haben im übrigen bis heute keine detailliert belegbare Rechnung für ihren Systemvor- schlag und die damit verbundenen Transformationskosten vorgelegt: Herr Professor Miegel nicht in der Rentenkommis- sion der Bundesregierung und Herr Professor Biedenkopf nicht in der Rentenkommission der CDU, die 1996/97 tagten. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich habe beide Kommissionen geleitet und beide Herren erfolglos gebeten, die Modellrech- nungen für ihre Vorschläge vorzulegen.
Die große Rentenreform 1989 war das Ergebnis eines Konsen- ses von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften, Renten- versicherungsträgern, Sozialbeirat, FDP, SPD, CDU/CSU, und niemand hat damals die Politik, die ich vertrete, als „Renten-Lüge“ bezeichnet.
Wie sicher das Umlagesystem im Unterschied zur Kapitaldek-   kung ist, konnte man aus der Aussage des damaligen Vor- standsmitgliedes der Deutschen Bank, Fischer, entnehmen, der auf die Frage, was man mache, wenn die Kapitaldeckung ihre Erwartungen nicht erfülle, davon sprach, dass man dann zum Umlagesystem zurückkehren könne. Also wenn alle Strik- ke reißen, die Kapitaldeckung versagt, dann bleibt nach An- sicht dieses Experten als letzter Rettungsanker die gute alte Rentenversicherung. Was sagen Sie nun, Herr Chefredakteur?

Für die Fehler der Rentenpolitik nach 1998 kann ich nicht verantwortlich gemacht werden. Diese Politik hat zweifellos der Rentensicherheit geschadet.
1. Für die gesetzliche Rentenversicherung notwendige Bei- träge wurden ihr vorenthalten, Beitragsströme zur Privatver- sicherung umgeleitet, was die Gesamtbelastung der Versi- cherten erheblich erhöhte.
2. Beiträge der Arbeitslosenversicherung zur Rentenversi-cherung wurden abgesenkt. Die Umwandlung von Lohnbe- standteilen für betriebliche Altersversorgung entzieht der Rentenversicherung beitragspflichtiges Einkommen. Alles und noch mehr Verluste der Rentenversicherung.
3. Die staatliche Unterstützung der Privatversicherung – in diesem Jahr in Höhe von 870 Millionen Euro, ab 2009 3,2 Milliarden Euro jährlich – kommt denen zugute, die eine Rie- ster-Rente abschließen können, und ein Teil von diesen hät- ten eine Privatversicherung auch ohne staatliche Förderung abgeschlossen, so dass es sich um einen Mitnahmeeffekt handelt.
4. Die 13 Milliarden Euro, die die Förderung der Riester-Rente den Staat kostet, spart er bei der Rentenversicherung durch die Absenkung des Bundeszuschusses, welche durch die Riester-Rente ausgelöst wird. Mit anderen Worten: Auf dem Buckel der Rentenversicherung wird die Privatversicherung gefördert.
5. Da der freiwillige Beitrag zur Riester-Rente in die Netto- lohnentwicklung eingerechnet wird, sinkt der Rentenan- spruch, also auch der Anspruch derjenigen, die gar keine Riester-Rente abschließen können. Die Schwachen zahlen eine Rechnung für Leistungen, die die Starken erhalten. Der Rentenanspruch der Verkäuferin sinkt, weil der Verkaufschef eine Riester-Rente abschließt.
6. Da der Riester-Beitrag freiwillig ist, kommt es bei der Ein- beziehung des Beitrags in die Rentenformel nicht auf den tatsächlich gezahlten Beitrag an, sondern auf den gesetzlich fixierten. Es kann also auch 6 % ins Gesetz geschrieben werden, und schon haben wir ein neues Rentenniveau, ohne dass sich an der faktischen Beitragsabführung etwas geän- dert haben muss.
7. Die Schwankungsreserve der Rentenversicherung wurde auf ein Fünftel der Monatsausgabe gesenkt, so dass es immer wieder unterjährig zu Liquiditätsengpässen kommt und die BILD-Zeitung jeweils „Systemzusammenbruch“ verkündet. Es handelt sich aber nicht um einen Systemdefekt, sondern um einen Anwendungsfehler. Wenn das Thermostat zu niedrig eingestellt ist – die Schwankungsreserve zu knapp bemessen ist –, darf man nicht der Heizung die Schuld geben.

So wird das Vertrauen in die Rentenversicherung ramponiert. Verantwortlich dafür ist aber nicht das Renten-System, sondern die stümperhafte Rentenpolitik.
Das System, da bin ich mit vielen Sachverständigen einer Meinung, der beitrags-bezogenen Umlage bietet die größte Systemsicherheit und den besten sozialen Ausgleich. Es schützt auch diejenigen, die wegen Krankheit, Arbeitslosig- keit oder Erwerbsunfähigkeit keine Beiträge zahlen können, was in der Privatversicherung eklatanterweise nicht der Fall ist.
Diese meine Meinung wird von den Sachverständigen des Sozialbeirates geteilt. Ich empfehle Ihnen die Lektüre der Arbeiten von Professor Schmähl, langjähriger Vorsitzender des Sozialbeirates, und die einschlägigen Hinweise von Herrn Professor Bofinger (Mitglied des Sachverständigenrates). Weitere Experten-Adressen kann ich Ihnen bei Bedarf liefern.

Sehr verehrter Herr Chefredakteur, Sie sollten – wie Sie sehen – etwas vorsichtiger mit der Behauptung umgehen, alle Experten seien anderer Meinung als ich. Nicht jeder, der Ihre Ansicht nicht teilt, ist schon deshalb kein Experte.
In einem viel beachteten Referat vor „Netzwerk Recherche“ jüngst in Hamburg hat der angesehene Schweizer Journalist Peter Meyer über den Verfall von Sitte und Handwerk des Journalismus’ geklagt. BILD war dabei ein besonderes Beweisstück. „Im April habe ich dort die folgende Titelzeile gelesen: ‚BILD-Verhör mit dem früheren Arbeitsminister’. Sie haben richtig gehört: ‚BILD-Verhör’ – BILD verhörte Norbert Blüm. Die Zeitung als Staatsanwaltschaft. Solch mediale Anmaßung ist mir noch nicht vorgekommen. Hybris ist das. Bei der Auflage-Macht von BILD gefährliche Hybris.“
„Mediale Anmaßung“, „Hybris“, solche Vorwürfe schüttet man sich, wie ich hoffe, leicht aus den Kleidern.
Sie sehen, sehr verehrter Herr Chefredakteur, man kommt Ihnen langsam auf die Schliche.
Die kapitalgedeckte Privatversicherung kann eine wertvolle Ergänzung des beitragsfinanzierten Umlagesystems sein. Ersetzen kann sie die Rentenversicherung nicht. Ich war und bin weiterhin Anhänger eines Drei-Säulen-Systems:
1. Rentenversicherung, 2. Betriebliche Alterssicherung, 3. Private Vorsorge.
Ich hoffe, Ihrem Informationsbedürfnis gedient zu haben und wiederhole meine Informationsbitte: „Wie erklären Sie, hoch- verehrter Herr Chefredakteur Diekmann, dass BILD für 30-jährige Vorausberechnung der Entwicklung der gesetzlichen Rentenentwicklung eine jährliche Preissteigerungsrate von 2 % in Rechnung stellt, während sie die Preissteigerungsrate für die private Alterssicherung mit Null ansetzen?“
Wenn Sie, sehr verehrter Herr Chefredakteur Diekmann, dazu nicht in der Lage sein sollten, dann bitte ich alternativ um Vorschläge, wie ich Sie zukünftig bezeichnen soll: „Renten-Lügner“, „Leser-Betrüger“, „Volksverdummer“, „Manipula-teur“? Das ist doch so ungefähr das Niveau, auf dem Sie, sehr verehrter Herr Chefredakteur, arbeiten. Oder fällt Ihnen eine andere Bezeichnung ein, die besser beschreibt, was Sie in der BILD-Zeitung treiben?
Sie werden verstehen, dass ich das Vergnügen, Ihre Briefe zu lesen, meinen Freunden und allen, die sich dafür interes- sieren, nicht entgehen lassen will. Gewähren doch diese Dokumente einen großen Erkenntnisgewinn über das journali- stische Selbstverständnis des Chefredakteurs Diekmann.
In Erwartung, dass Sie nun endlich die Erklärung für die un- terschiedlichen Rententabellen in der BILD-Zeitung vorlegen, verbleibe ich

hoffnungsvoll
Ihr
Norbert Blüm

veröffentlicht mit frdl. Erlaubnis unseres langjährigen Bundesvorsitzenden, unserem Kollegen Dr. Norbert Blüm


 

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»Wo bleibt Euer Aufschrei?«

In der globalen Wirtschaft herrscht die pure Anarchie. Die Gier zerfrisst den Herrschern ihre Gehirne. Ein Wutanfall

Von Dr. Heiner Geißler

»Das Kapital hat die Bevölkerung agglomeriert, die Produktionsmittel zentralisiert und das Eigentum in wenigen Händen konzentriert. Die Arbeiter, die sich stückweise verkaufen müssen, sind eine Ware wie jeder andere Handelsartikel und daher gleichmäßig allen Wechselfäl- len der Konkurrenz, allen Schwankungen des Marktes ausgesetzt.« Karl Marx/Friedrich Engels, 1848, »Manifest der Kommunistischen Partei«
146 Jahre später warten in Deutschland – als ob es nie eine Zivilisie- rung des Klassenkampfes gegeben hätte – Zehntausende von Arbei-tern auf den nächsten Schlag aus den Konzernetagen von General Motors, Aventis, Volkswagen und Continental, der sie in die Arbeitslo- sigkeit und anschließend mit Hilfe der Politik auf die unterste Sprosse der sozialen Stufenleiter befördert.
Nicht das Gespenst des Kommunismus, vielmehr die Angst geht um in Europa – gepaart mit Wut, Abscheu und tiefem Misstrauen gegen- über den politischen, ökonomischen und wissenschaftlichen Eliten, die ähnlich den Verantwortlichen in der Zeit des Übergangs vom Feudalis- mus in die Industriegesellschaft offensichtlich unfähig sind, die unaus- weichliche Globalisierung der Ökonomie human zu gestalten.
Unter Berufung auf angebliche Gesetze des Marktes reden sie viel- mehr einer anarchischen Wirtschaftsordnung, die über Leichen geht, das Wort. 100 Millionen von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen in Europa und den USA und 3 Milliarden Arme, die zusammen ein gerin- geres Einkommen haben als die 400 reichsten Familien der Erde, klagen an: die Adepten einer Shareholder-Value-Ökonomie, die keine Werte kennt jenseits von Angebot und Nachfrage, Spekulanten begün- stigt und langfristige Investoren behindert. Sie klagen an: die Staats- männer der westlichen Welt, die sich von den multinationalen Konzer- nen erpressen und gegeneinander ausspielen lassen. Sie klagen an: ein Meinungskartell von Ökonomieprofessoren und Publizisten, die meinen, die menschliche Gesellschaft müsse funktionieren wie Daim-  lerChrysler, und die sich beharrlich weigern, anzuerkennen, dass der Markt geordnet werden muss, auch global Regeln einzuhalten sind und Lohndumping die Qualität der Arbeit und der Produkte zerstört.
Die Arbeiter in den Industriestaaten und ihre Gewerkschaften, die an- gesichts der Massenarbeitslosigkeit mit dem Rücken an der Wand stehen, fühlen sich anonymen Mächten ausgeliefert, die von Men-  schen beherrscht werden, deren Gier nach Geld ihre Hirne zerfrisst. Die Menschen leben und arbeiten in einer globalisierten Ökonomie, die eine Welt der Anarchie ist – ohne Regeln, ohne Gesetze, ohne soziale Übereinkünfte, eine Welt, in der Unternehmen, Großbanken und der ganze »private Sektor« unreguliert agieren können. Die globalisierte Ökonomie ist auch eine Welt, in der Kriminelle und Drogendealer frei und ungebunden arbeiten und Terroristen Teilhaber an einer giganti- schen Finanzindustrie sind und so ihre mörderischen Anschläge finan- zieren.
Wo bleibt der Aufschrei der SPD, der CDU, der Kirchen gegen ein Wirtschaftssystem, in dem große Konzerne gesunde kleinere Firmen wie Kadus im Südschwarzwald mit Inventar und Menschen aufkaufen, als wären es Sklavenschiffe aus dem 18.Jahrhundert, sie dann zum Zwecke der Marktbereinigung oder zur Steigerung der Kapitalrendite und des Börsenwertes dichtmachen und damit die wirtschaftliche Exi- stenz von Tausenden mitsamt ihren Familien vernichten? Den Men- schen zeigt sich die hässliche Fratze eines unsittlichen und auch öko- nomisch falschen Kapitalismus, wenn der Börsenwert und die Mana- gergehälter – an den Aktienkurs gekoppelt – umso höher steigen, je mehr Menschen wegrationalisiert werden. Der gerechte, aber hilflose Zorn der Lohnempfänger richtet sich gegen die schamlose Bereiche- rung von Managern, deren »Verdienst«, wie sogar die FAZ schreibt, darin besteht, dass sie durch schwere Fehler Milliarden von Anlagever- mögen vernichtet und Arbeitsplätze zerstört haben.
Das Triumphgeheul des Bundesverbandes der Deutschen Industrie über die Billiglohnkonkurrenz aus dem Osten noch in den Ohren, müssen marginalisierte und von der Marginalisierung bedrohte Men- schen sich vom politischen und ökonomischen Establishment als Neonazis und Kommunisten beschimpfen lassen, wenn sie radikale Parteien wählen, weil es keine Opposition mehr gibt und sie sich mit einer Großen Koalition konfrontiert sehen, die offensichtlich die Repu- blik mit einem Metzgerladen verwechselt, in dem so tief ins soziale Fleisch geschnitten wird, dass das Blut nur so spritzt, anstatt durch Bürgerversicherung und Steuerfinanzierung die Löhne endlich von den Lohnnebenkosten zu befreien. Nur Dummköpfe und Besserwisser kön- nen den Menschen weismachen wollen, man könne auf die Dauer Soli- darität und Partnerschaft in einer Gesellschaft aufs Spiel setzen, ohne dafür irgendwann einen politischen Preis bezahlen zu müssen. Warum wird tabuisiert und totgeschwiegen, dass es eine Alternative gibt zum jetzigen Wirtschaftssystem: eine internationale sozial-ökologische Marktwirtschaft mit geordnetem Wettbewerb?
Ideen verändern die Welt.
Auch in einer globalen Wirtschaft sind Produktion und Service ohne Menschen nicht möglich. Neue Produktionsfaktoren wie Kreativität und Wissen sind hinzugekommen. Aber das Spannungsverhältnis zwischen Mensch und Kapital ist geblieben. Die Kommunisten wollten den Konflikt lösen, indem sie das Kapital eliminierten und die Kapitaleigner liquidierten. Bekanntlich sind sie daran gescheitert. Heute eliminiert das Kapital die Arbeit. Der Kapitalismus liegt derzeit genauso falsch wie einst der Kommunismus.
Der Tanz um das Goldene Kalb ist schon einmal schief gegangen.

(mit frdl. Genehmigung des CDA - Kollegen Dr. Heiner Geißler am 23.11.04)
Aus "DIE ZEIT" 47/2004

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