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CDU Richtungsdebatte:
Sozialflügel fordert
Lohnuntergrenze
In
der Richtungsdebatte der CDU fordern
die CDU Sozialausschüsse (CDA)
verstärkt eine gesetzliche
Lohnuntergrenze in Höhe des
Mindestlohns in der Zeitarbeit. Nach
dem CDA Bundesvorsitzenden Karl
-Josef Laumann, fordert auch der
Berliner stellv. Landesvorsitzende
und CDA Kreischef von
Treptow-Köpenick Joachim Specht
einen gesetzlichen Mindestlohn für
alle Arbeitnehmer. "Die Union muss
sich aus der babylonischen
Gefangenschaft der FDP befreien und
sich inhaltlich erneuern, wenn sie
die Menschen noch erreichen will.
Die CDU Mitglieder an der Basis
haben das eher erkannt als mancher
in der Führung. Wir sollten die
unselige Diskussion über den
gesetzlichen Mindestlohn beenden",
erklärt Specht, der auch Mitglied
des CDA Bundesvorstandes ist.
Niedriglöhne verlagern, so Specht,
Kosten über Wohngeld,
Kinderzuschläge und Aufstocken mit
Arbeitslosengeld II vom privaten
Sektor auf die Allgemeinheit. Gerade
das Aufstocken schadet allen Firmen,
die faire Löhne zahlen, weil sie
dann im Wettbewerb natürlich mit den
vom Jobcenter indirekt
subventionierten, Hungerlöhne
zahlenden Betrieben nicht mithalten
können. Den Beschluss der
Bundesregierung, einen Mindestlohn
in der Leiharbeit einzuführen, nennt
der Berliner CDA - Vize einen
Schritt in die richtige Richtung.
Der CDU Sozialflügel spricht sich
für eine allgemeine gesetzliche
Lohnuntergrenze in der Höhe dieses
Mindestlohns in der Leiharbeit aus.
"Überall dort, wo Tarifverträge die
Arbeitnehmer nicht schützen können,
muss der allgemeine Mindestlohn
gelten", erklärt Specht. Die CDA
weist darauf hin, dass der
Mindestlohn in der Leiharbeitnehmer
von Tarifpartnern vereinbart wurde.
In manchen Branchen sind
Gewerkschaften und Arbeitgeber nicht
mehr in der Lage einen Tarifvertrag
abzuschließen. Deshalb fordert der
CDU Sozialflügel eine gesetzliche
Lohnuntergrenze.
Verantwortlich: Joachim Specht, c./o
CDA Treptow-Köpenick, Rudower
Chaussee 12, 12489 Berlin. |
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Bundestagung der
CDU-Sozialausschüsse in Berlin
fordert gesetzlichen Mindestlohn
Trept.-Köp. Kreisvorsitzender
wieder im Bundesvorstand
Mit
der Verabschiedung der Anträge
endete am Sonntag die Bundestagung
der Christlich-Demokratischen
Arbeitnehmer-schaft (CDU –
Sozialausschüsse) im Hotel „Maritim“
in Tier-garten. Vor allem der
Leitantrag, in dem ein allgemeiner
gesetzlicher Mindestlohn gefordert
wird, dürfte der CDU Vorsitzenden
Angela Merkel nicht sehr gefallen.
Der mit mehr als 87 % wiedergewählte
Bundesvorsitzende Karl-Josef Laumann
erklärte dazu „Nun kommt es darauf
an, unsere Forderungen in der Partei
weiter mehrheitsfähig zu machen. Die
CDU kann nur dann als Volkspartei
überleben, wenn wir als CDU eine
sozial gerechte Politik für die
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
in Deutschland betreiben. Auf den
Herbst der Entscheidung muss jetzt
der Sommer der Gerechtigkeit
folgen.“
Der Generalsekretär der CDU Hermann
Gröhe lobte in einer
programmatischen Rede ausdrücklich
die Arbeit der
Christlich-Demokratischen
Arbeitnehmerschaft innerhalb CDU in
den letzten Jahren. So unterstützte
er die CDA – Forderung nach
Lohngerechtigkeit. „Für anständige
Arbeit muss in Deutschland auch ein
anständiger Lohn gezahlt werden.“
sagte er. „Es darf in der
Bundesrepublik nicht sein, dass
Unternehmen in Deutschland einen
Wettbewerb um die niedrigsten Löhne
führen“, so Gröhe. Weiter erklärte
der CDU-Generalsekretär:
„Der Wettbewerb um niedrige Löhne
wird gerade nicht in den Bereichen
geführt, die im internationalen
Wettbewerb stehen, sondern
beispielweise im Friseurhandwerk.
Auf diese Schieflage müsse die CDU
Antworten geben.“
Bei den Wahlen zum Bundesvorstand
schaffte der Kreisvorsit-zende der
CDA Treptow- Köpenick Joachim Specht
wie in den Vorjahren den Einzug in
das höchste Gremium des CDU –
Arbeitnehmerflügels, wo er sich vor
allem mit den Fragen prekärer
Arbeitsverhältnisse wie 400 € Jobs,
Zeitarbeit, ALG II beschäftigen
wird, alles Fragen mit denen die
hiesigen
Sozialausschüsse in der CDA -
Sozialberatung immer wieder durch
betroffene Bürger konfrontiert
werden. Die Termine der
Sozialberatung finden Sie unter
www.cdakoepenick.de
Verantwortlich: Joachim Specht, c./o
CDA Treptow-Köpenick, Rudower
Chaussee 12, 12489 Berlin.
Ausführliche Infos über die
Bundestagung der CDA unter
www.cda-bund.de |
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Die CDA –
Sozialberatung informiert:
Beim Wechsel der Krankenkasse nicht
abweisen lassen
Der notwendige
Wechsel der Krankenkasse von
Mitgliedern der City BKK, die wegen
Zahlungsunfähigkeit geschlossen
wird, stellt viele Bürger vor
Probleme. Deshalb weist die
Sozialberatung CDA Treptow-Köpenick
darauf hin, dass aufgrund der
gesetzlichen Vorschriften (SGB IV)
jede offene gesetzliche Krankenkasse
(AOKs, Ersatzkassen und fast alle
BKKS) jeden ohne Ansehen der Person
aufnehmen muss, also auch wenn man
erhebliche Vorerkrankungen oder
wegen des Alters nach Auffassung der
Krankenkasse ein höheres
Erkrankungsrisiko hat.
Gerade auf so genannten Hotlines,
die im Auftrag der Krankenkassen,
die ersten telefonischen
Ansprechpartner sind, kommt es oft
bereits zur Ablehnung, wenn man um
die Übersendung eines
Aufnahmeantrages bittet.
Gerade die Hotline der AOK Nordost
scheint da besonders „eifrig“ zu
sein. Lassen Sie sich nicht
abwimmeln, drohen Sie mit der
Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde
(für die AOK Nordost ist das das
Gesundheitsministerium des
Landes Brandenburg, für bundesweit
tätige Kassen das
Bundesgesundheitsmi-nisterium) oder
auch mit einer einstwilligen
Anordnung beim Sozialgericht. Das
wirkt zumeist.
Sollten Sie weitere Hilfe benötigen,
kommen Sie zu unseren Sprechstunden.
Die nächsten Termine:
18. Mai 2011, 1. Juni
2011, 15. Juni 2011 (17.00 bis 18.30
Uhr: CDU – Geschäftsstelle,
Dörpfeldstr. 51, 12489
Berlin-Adlershof) und am 26. Mai
2011 und 23. Juni 2011 (16.00 bis
18.00 Uhr: Sozialstation des UHW
Köpenick, Kaulsdorfer Straße 209,
12555 Berlin) (Alle Termine auf:
Sprechstunden (www.cda-koepenick.de)
Oder rufen Sie an:
Tel.:
0176 / 51 40 78 53
Berlin, den 09. Mai 2011
Verantwortlich:
Joachim Specht, c./o. CDA
Treptow-Köpenick, Dörpfeldstr. 51, 12489
Berlin.
Bei Nachfragen:
specht@cda-koepenick.de oder
Tel:
0176 / 51 40 78 53
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CDA
Treptow-Köpenick
fordert Mindestlohn
Die CDA
im Südwesten Berlins (CDU
Sozialausschüsse) fordert anlässlich
des 1. Mai von der Bundesregierung
die konsequente Umsetzung der
Entsenderichtlinie der Europäischen
Union. Die von der Union geführte
Bundesregierung müsse ihrer
Verantwortung für die Arbeitnehmer
im Land so schnell wie möglich
gerecht werden. Ab 1. Mai dürfen
Arbeitnehmer aus 8 osteuropäischen
EU Ländern in Deutschland eine
Arbeit aufnehmen oder auch verliehen
werden. Die Öffnung des deutschen
Arbeitsmarkts dürfe nicht zu
Lohndumping führen. “Wir müssen
verhindern, dass Arbeitnehmer aus
Osteuropa gegen Arbeitnehmer vor Ort
ausgespielt werden. Überall dort, wo
Arbeitnehmer nicht durch
Tarifverträge geschützt werden, muss
ein allgemeiner gesetzlicher
Mindestlohn eingeführt werden.
Tarifliche und gesetzliche
Mindestlöhne müssen in das
Arbeitnehmerentsendegesetz
aufgenommen werden, da sonst die
Tarifverträge aus den
Herkunftsländern der Arbeitnehmer
gelten“, erklärt der
Kreisvorsitzende der CDU
Sozialausschüsse Joachim Specht, der
auch Mitglied des CDA
Bundesvorstandes ist.
Auch der Missbrauch
der Leiharbeit muss nach Meinung der
CDU Arbeitnehmerorganisation vom
Gesetzgeber bekämpft werden: Den
Leiharbeitnehmern müssen spätestens
nach drei Monaten Betriebszugehörigkeit
der gleiche Bruttostundenlohn und
die gleichen Arbeitsbedingungen wie
den festangestellten Arbeitnehmern
im Betrieb gewährt werden. Der
Anteil der Leiharbeitnehmer an der
Belegschaft eines Betriebs darf
nicht mehr als 2 % betragen. Wer 2
Jahre als Leiharbeitnehmer in einem
Betrieb tätig ist, muss in ein
reguläres Arbeitsverhältnis
übernommen werden.
Verantwortlich:
Joachim Specht, c./o. CDA
Treptow-Köpenick, Dörpfeldstr. 51, 12489
Berlin.
Bei Nachfragen:
specht@cda-koepenick.de oder
Tel:
0176 / 51 40 78 53
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Gegen den geplanten
Personalabbau
im JobCenter Treptow-Köpenick
Der Kreisparteitag hat am 08.10.2010
einstimmig einen An-trag der CDA
(Christlich Demokratischen
Arbeitnehmerschaft) beschlossen, der
die von der Bundesagentur für Arbeit
ge-plante starke Kürzung der Mittel
für Personal im JobCenter
Treptow-Köpenick verurteilt. Der
CDU Kreisverband ist gegen den
geplanten Personalabbau von
Beschäftigten der Bundes-agentur für
Arbeit im JobCenter
Treptow-Köpenick, da dieser eine
geordnete Durchführung des SGB II
gerade jetzt bei der Neuorganisation
stark gefährdet.
Die Kürzung soll dadurch umgesetzt
werden, dass man von den zurzeit 72
befristeten Arbeitsverhältnissen 40
befristete Arbeitsverhältnisse
auslaufen lässt. Bei allem
Verständnis für Sparmaßnahmen im
Bundeshaushalt ist ein solcher
erheblicher Personalabbau der
falsche Weg angesichts der
anstehenden Aufgaben.
Für die CDA erklärte dazu der
Kreisvorsitzende Joachim Specht, der
auch Mitglied des CDA
Bundesvorstandes ist: „Die
Unsicherheit um den Arbeitsplatz bei
den befristen Beschäftigten im
JobCenter Treptow-Köpenick ist für
das Arbeitsklima nun wirklich nicht
förderlich. Mit so demotivierten
Mitarbeitern ist die durch
Bundesgesetz erzwungene
Neuorganisation nicht zu stemmen.“
Für die Fraktion der CDU in der
Bezirksverordneten-versammlung sagte
ihr Vorsitzender die volle
Unterstützung dieses Protestes zu.
Der Fraktionsvorsitzende Christian
Schild unterstrich: „Wir haben hier
im Bezirk nur leicht sinkende ALG II
–Bedarfsgemeinschaften, die
vorgesehene Chipkarte für Kinder und
die komplette Neuberechnung
der Bedarfssätze
sowie die Einführung eines neuen EDV
– Abrech-nungsprogramm erfordern
eine noch nicht absehbare
Mehrarbeit.
Wegen dieser Personalkürzung besteht
die Gefahr, dass die
anspruchsberechtigten Bürger
deutlich länger auf ihr Geld warten
müssen. Das ist für die CDU –
Fraktion nicht hinnehmbar!“
Verantwortlich:
Joachim Specht, c./o. CDA
Treptow-Köpenick, Dörpfeldstr. 51, 12489
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CDU Sozialausschüsse
im Südosten Berlins
lehnen Gesundheitsreform ab
Die CDU Sozialausschüsse
(CDA) Treptow - Köpenick unterstützen
nachdrücklich die Positionen der CDA
Baden – Württembergs und lehnen die von
der Bundesregierung vereinbarte
Gesundheitsreform als sozial
unausgewogen ab. Es sei nicht
hinnehmbar, wenn die Versicherten im
Ergebnis die Kostensteigerungen im
Gesundheitswesen über die Zusatzbeiträge
alleine tragen. "Wir lehnen die
geplanten Zusatzbeiträge und die
Fixierung des Arbeitgeberanteils ab.
Arbeitnehmer, Familien und Rentner
dürfen mit den steigenden
Gesundheitskosten nicht alleine gelassen
werden", fordert CDA Kreischef Joachim
Specht. „Der steuerfinanzierte
Sozialausgleich ist für uns völlig
unakzeptabel, weil gerade die aktuellen
Pläne für eine 40 % Kürzung des
Wohngeldes nach der mit großem Trara
erfolgten Erhöhung vor zwei Jahren
zeigen, wie sehr steuerfinanzierte
Sozialleistungen dem Diktat der
Haushälter unterliegen!“ unterstreicht
Specht.
Die Arbeitgeber dürfen
nach Meinung der CDU
Arbeitnehmerorganisation nicht aus der
finanziellen Verantwortung für die
Gesundheit ihrer Mitarbeiter entlassen
werden. "Im Kampf gegen die
Gesundheitslobbyisten und bei der
Prävention im Betrieb sind die
Arbeitgeber unverzichtbare Verbündete,"
erklärt Specht, der auch stellv.
Landeschef und Mitglied des
Bundesvorstandes der CDA ist. Das für
2011 vorhergesagte Defizit ergebe sich
vor allem aus der schon 2010 vollzogenen
Erhöhung der Ärztevergütung und
gestiegenen Arzneimittelpreisen.
Die
Christlich-Demokratische
Arbeitnehmerschaft (CDA) setzt sich für
eine sozial gerechte Finanzierung der
gesetzlichen Krankenversicherung ein.
Die Gesundheitskosten sollen je zur
Hälfte von Arbeitnehmern und
Arbeitgebern getragen werden. Die CDU
Sozialausschüsse weisen darauf hin, dass
die Erhöhung der Zusatzbeiträge die
Mittelschicht belaste, ohne das es zu
einem solidarischen Beitrag der
Spitzenverdiener komme. Gerechte
Lastenverteilung sieht anders aus. Und
schon der heilige Augustinus wusste:
„Ohne Gerechtigkeit ist
der Staat nichts anderes als eine große
Räuberbande.“
Verantwortlich:
Joachim Specht, c./o. CDA
Treptow-Köpenick, Dörpfeldstr. 51, 12489
Berlin.
Bei Nachfragen:
specht@cda-koepenick.de oder
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CDU -
Sozialausschüsse: Dieses Sparpaket ist
unausgewogen und
sozial ungerecht
Die Christlich - Demokratische
Arbeitnehmerschaft (CDA) (CDU –
Sozialausschüsse) Treptow-Köpenick lehnt
große Teile des Sparpakets der
Regierungskoalition als sozial
unausgewogen und ungerecht ab.
Besonders spricht sich der
Arbeitnehmerflügel der CDU gegen die
Sparmaßnahmen im Regelkreis ALG II aus.
So ist u.a. die Abschaffung des
Rentenbeitrags für Langzeitarbeitslose
nicht akzeptabel. Bisher hat der Bund
1,8 Milliarden Euro an die
Rentenversicherung überwiesen, um
Langzeitarbeitslosen Ansprüche auf berufliche Wiedereingliederung und
Erwerbsunfähigkeitsrente zu erhalten.
"Die Abschaffung des Rentenbeitrags
erhöht das Risiko der Altersarmut und
verlagert Kosten zu den Kommunen, die
die Grundsicherung im Alter zu bezahlen
haben. Aktuell verstärkt die Streichung
des Bundeszuschusses für Arbeitslose an
die Rentenversicherung auch den Druck
auf die Rentenbeiträge der
Arbeitnehmer", kritisiert der
Kreisvorsitzende der CDA
Treptow-Köpenick, Joachim Specht.
Die CDU Sozialausschüsse im Südosten
Berlins betonen, dass behinderte
Langzeitarbeitslose auch weiterhin
einen Rechtsanspruch auf
Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt
haben müssen. „Diejenigen im
Berufsleben, die am meisten
benachteiligt sind, dürfen nicht von Ermessensentscheidungen abhängig sein",
fordert der Bezirkschef der CDA.
Und wenn man einmal untersucht, wie
niedrig das Einkommen sein muss, damit
man noch Anspruch auf Wohngeld hat, kann
man die Streichung des
Heizungszuschusses für Wohngeldempfänger nur als einen Akt
sozialer Kälte bezeichnen. Die
Finanzierungslücken im Bundesetat möchte
Specht durch eine bis 2010 befristete
Erhöhung des Spitzensteuersatzes ab
einem Einkommen von 250 000 Euro und die
Einführung einer
Finanztransaktionssteuer schließen. Die
Finanztrans-aktionssteuer sollte
europaweit und zur Not auch als
Börsenumsatzsteuer nach englischen
Vorbild eingeführt werden. „Ohne diese
Beteiligung der Finanzbranche und der
Spitzenverdiener ist das Sparpaket
völlig unausgewogen", erklärt Specht.
Verantwortlich:
Joachim Specht, c./o. CDA
Treptow-Köpenick, Dörpfeldstr. 51, 12489
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SG Detmold: JobCenter
muss Kosten für Schülermonatskarte
übernehmen
CDU - Sozialausschüsse fordern
Anwendung auch für Berlin
Die CDA
Treptow-Köpenick (CDU –
Sozialausschüsse) unter-stützt eine
Initiative der CDU – Fraktion in der BVV
unseres Bezirks, mit der dem Bezirksamt
empfohlen wird, sich bei den zu-ständigen
Stellen dafür einzusetzen, dass
Schülermonatskarten von
Sozialgeldbeziehern vom „Job-Center
Treptow-Köpenick“ als laufender,
unabweisbarer Bedarf angesehen werden,
der neben der Regelleistung zu
finanzieren ist. Damit möchte die CDA
durchsetzen, dass in Berlin entsprechend
einem Urteil des Sozialgerichts Detmold
vom 09. April 2010 abweichend von der
bisherigen Praxis die Monatskarte nicht
mehr aus der laufenden Regelleistung
bezahlt werden muss, wenn der Schulweg
zu weit ist. Dazu erklärt der
Kreisvorsitzende der CDA, Joachim
Specht: „Offensichtlich handelt es sich
bei den Kosten für Schülermonatskarten
zumindest, wenn der Schulweg zu Fuß
nicht zu bewältigen ist, um einen
laufenden, nicht nur einmaligen Bedarf
zur Deckung des menschenwürdigen
Existenzminimums, wie das
Bundesverfassungsgericht es formuliert
hat.“ Mit seinem Urteil, so Specht, der
auch stellv. Landesvorsitzender und
Mitglied des Bundesvorstandes der CDA
ist, habe das Sozialgericht Detmold nur
eine auf Grund der Härtefallverordnung
des Bundesarbeitsministeriums geübte
nach Auffassung der hiesigen CDA
rechtswidrige Praxis korrigiert. „Das
sollte nun auch für Berlin und damit
natürlich auch für Treptow-Köpenick
umgesetzt werden,“ so Specht.
(AZ des Urteils des
SG Detmold:
S 12 AS 126/07)
Berlin, den 11. Mai 2010
Verantwortlich:
Joachim Specht, c./o. CDA
Treptow-Köpenick, Dörpfeldstr. 51, 12489
Berlin.
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CDU-Sozialausschüsse
lehnen Ausstieg
der Arbeitgeber aus Kranken- und
Pflegekassen ab
Die Christlich-Demokratische
Arbeitnehmerschaft (CDU-
Sozialausschüsse) Treptow-Köpenick lehnt
das Einfrieren des Arbeitgeberbeitrags
in der gesetzlichen Krankenversicherung
ab, so wie es in der
Koalitionsvereinbarung von CDU/CSU und
FDP vorgesehen ist. Die Arbeitnehmer
sollen nach den Vorstellungen der
Koalition Kostensteigerungen im
Gesundheitswesen und die Folgen des demographischen Wandels in der
Pflegversicherung ab 2011 künftig
alleine tragen, wobei ein
Sozialausgleich über Steuern finanziert
werden soll. Der Arbeitnehmerbeitrag zur
Krankenversicherung könnte dann auf über
9 Prozent steigen. „Arbeitnehmer und
Rentner dürfen mit den
Kostensteigerungen im Gesundheitswesen
nicht alleine gelassen werden. Wer die
Arbeitgeber aus der Verantwortung für
die Finanzierung von Gesundheit und
Pflege entlässt, stärkt die Position der
Lobbyisten und insbesondere der
Pharmaindustrie. Das Interesse der
Arbeitgeber an der Gesundheitsvorsorge
im Betrieb wird dadurch nicht größer.
Deshalb setzen wir uns für die bewährte
paritätische Finanzierung der
Sozialversicherung ein", erklärt der
CDA-Kreisvorsitzende Joachim Specht.
Die CDA Treptow-Köpenick schlägt vor,
das Defizit in der Krankenversicherung
in den nächsten beiden Jahren durch
Haushaltsmittel zu decken und
anschließend die
Beitrags-bemessungsgrenze der
gesetzlichen Krankenversicherung
schrittweise bis zum Jahr 2029 auf die
der Rentenversicherung an zu heben. Eine
Kapitalreserve für die
Pflegeversicherung, die nach den
Erfahrungen der US-Pensionskassen
unbedingt einer Risikoabschirmung durch
den Fiskus benötigt, darf nur im Rahmen
der sozialen Pflegeversicherung gebildet
werden: „Ein neues Geschäftsmodell für
die Finanz- und Versicherungsindustrie
lehnen wir ab“, erklärt Specht.
V.i.S.d.P.: Joachim Specht,
Kreisvorsitzender der CDA Treptow-Köpenick |
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Verfassungsbeschwerde
gegen Versagung von Beratungshilfe
erfolgreich
Die Beschwerdeführerin beantragte beim
Amtsgericht Bera-tungshilfe nach dem
Beratungshilfegesetz (BerHG), um sich
mit einem Widerspruch gegen die Kürzung
von Arbeitslosengeld II zu wenden. Die
Beratungshilfe wurde ihr u.a. mit der
Begründung versagt, dass ein
vernünftiger Ratsuchender ohne
anwaltliche Hilfe Widerspruch eingelegt
hätte; es sei der Beschwerdeführerin
zumutbar, bei der Widerspruchsbehörde
vorzusprechen und deren kostenlose
Beratung in Anspruch zu nehmen, auch
wenn diese mit der Ausgangsbehörde
identisch sei. Der Bescheid werde im
Widerspruchsverfahren von Amts wegen
überprüft, ohne dass es rechtlicher
Ausführungen zur Begründung bedürfe.
Die 2. Kammer des Ersten Senats des
Bundesverfassungs-gerichts hat diesen
Beschluss des Amtsgerichts auf die
Verfassungsbeschwerde der
Beschwerdeführerin hin aufgeho-ben und
zur erneuten Entscheidung
zurückverwiesen. Die Entscheidung
verletzt die Beschwerdeführerin in ihrem
An-spruch auf
Rechtswahrnehmungsgleichheit (Art. 3
Abs. 1 GG i.V.m. Art. 20 Abs. 1 GG und
Art. 20 Abs. 3 GG), wonach eine
weitgehende Angleichung der Situation
von Bemittelten und Unbemittelten auch
im außergerichtlichen Rechtsschutz
geboten ist. Vergleichsmaßstab ist das
Handeln eines Bemittelten, der bei der
Inanspruchnahme von Rechtsrat auch die
Kosten vernünftig abwägt . Ein
vernünftiger Rechtsuchender darf sich
unabhängig von Begründungspflichten
aktiv am Verfahren beteiligen. Für die
Frage, ob er einen Anwalt hinzuziehen
würde, kommt es insbesondere darauf an,
inwieweit er fremde Hilfe zur effektiven
Ausübung seiner Verfahrensrechte braucht
oder selbst dazu in der Lage ist. Im
vorliegenden Fall benötigte die
Beschwerdeführerin fremde Hilfe wegen
eines rechtlichen Problems, das zum
Zeitpunkt der Antragstellung noch keine
höchstrichterliche Klärung erfahren
hatte.
Entgegen dem Beschluss des Amtsgerichts
kann es der Be-schwerdeführerin nicht
zugemutet werden, den Rat derselben
Behörde in Anspruch zu nehmen, deren
Entscheidung sie im
Widerspruchsverfahren angreifen will.
Auch bei einer organisatorisch
getrennten und mit anderem Personal
ausgestatteten Widerspruchsstelle
entscheidet dann dieselbe Ausgangs- und
Widerspruchsbehörde über die Leistungen
der Beschwerdeführerin. Es besteht die
abstrakte Gefahr von
Interessenkonflikten, die die
beratungsbedürftige Beschwerdeführerin
selbst nicht durchschauen kann. Aus
Sicht der Rechtsuchenden ist der
behördliche Rat nicht mehr dazu
geeignet, ihn zur Grundlage einer
selbständigen und unabhängigen
Wahrnehmung ihrer Verfahrensrechte im
Widerspruchsverfahren zu machen. Im
Hinblick auf die prozessrechtlichen
Grundsätze der Waffengleichheit und der
gleichmäßigen Verteilung des Risikos am
Verfahrensausgang im sich möglicherweise
anschließenden Gerichtsverfahren darf
der Beschwerdeführerin eine unabhängige
Beratung nicht vorenthalten werden.
Auch wenn sich im Einzelfall ein
objektiver Mehrwert anwalt-licher
Beteiligung gegenüber behördlicher
Beratung nicht empirisch voraussagen
lässt, handelt es sich bei einer
zusätzlichen und von außen kommenden
Durchsetzungshilfe im
Widerspruchsverfahren grundsätzlich um
eine geeignete Maßnahme zur
Effektivitätssteigerung des Verfahrens.
Dies ist insbesondere wegen des
existenzsichernden Charak-ters des
Arbeitslosengelds II von Bedeutung.
Wegen der grundsätzlich zeitverzögernden
Wirkung des Vorverfahrens und seiner
Verbindung zum Klageverfahren ist auf
eine möglichst effektive Gestaltung des
Vorverfahrens zu achten. Der fiskalische
Gesichtspunkt, Kosten zu sparen, kann
nach den dargestellten Gründen nicht als
sachgerechter Rechtfer-tigungsgrund zur
Versagung der Beratungshilfe angesehen
werden.
Bundesverfassungsgericht -
Pressestelle -
Pressemitteilung Nr. 64/2009 vom 18.
Juni 2009
Beschluss vom 11. Mai 2009 –
1 BvR 1517/08 –
Copyright © 2009 BVerfG |
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Erneut zwei
Köpenicker im Bundesvorstand der CDA
Bundestagung der
CDU-Sozialausschüsse in Berlin
Mit der Verabschiedung der
Anträge endete am Sonntag die Bundestagung
der Christlich-Demokratischen
Arbeit-nehmerschaft (CDA) im Hotel „Maritim“
in Tiergarten, darunter aller Anträge zu ALG
II, Rente und Arbeitsrecht, die der
Treptow-Köpenicker CDA - Kreisverband
eingebracht hatte.
Ein Wahlergebnis von mehr als 96 % der 400
Delegierten erreichte bei den Wahlen am
Samstag der NRW – Minister für Arbeit und
Soziales Karl-Josef Laumann als
Bundes-vorsitzender. Mit Silke Striezel
(Themenschwerpunkte: Bildung und Familie)
wurde eine Köpenickerin erneut zur
stell-vertretenden Bundesvorsitzenden
gewählt. Außerdem schaffte der
Kreisvorsitzende der CDA Treptow-Köpenick
Joachim Specht (Weiterentwicklung der
sozialen Sicherungssysteme, IT-Berufe und
Grundsatzarbeit / Christli-che Soziallehre)
selbst wieder mit einem hervorragenden
Ergebnis den Einzug in den Bundesvorstand.
Eines der Höhepunkte der Bundestagung war
die programmatische Rede der CDU –
Bundesvorsitzenden und Bundeskanzlerin
Angela Merkel. Sie unterstrich den
Stellenwert, den der Arbeitnehmerflügel in
der CDU habe. „Ohne die Sozialausschüsse,
ohne die Arbeitnehmer ist die CDU keine
Volkspartei“, erklärte sie. Sie bat die
Mitglieder der CDA um Unterstützung im
kommenden Wahlkampf. Das sagte der
Bundesvorsitzende Laumann ihr zu, wobei er
unterstrich: „Wir kämpfen mit Ihnen für eine
schwarz-gelbe Koalition mit möglichst viel
CDU und möglichst wenig FDP.“ Dabei griff er
u.a. auch die FDP scharf an, als er
feststellte, dass die beiden Vorsitzenden
der größten populistischen Parteien in
Deutschland Oskar Lafontaine und Guido
Westerwelle heißen. Ein weiterer Höhepunkt
war die Rede des DGB – Vorsitzenden Michael
Sommer am Sonntagmorgen, der ebenfalls u.a.
den Vorsitzenden der „Linken“ Oscar
Lafontaine vor allem wegen dessen Haltung
zur parlamentarischen Demokratie scharf
angriff.
V.i.S.d.P.: Joachim Specht,
Kreisvorsitzender der CDA Treptow-Köpenick |
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CDA Treptow-Köpenick begrüßt Urteil
des Sozialgerichts Dortmund gegen
Dumpinglöhne
ALG 2 Empfängerin braucht
keine Arbeit zu sittenwidrigem Lohn
anzunehmen
Verweigert ein
Langzeitarbeitsloser Jobangebote zu
Dumpinglöhnen, darf das Arbeitslosengeld II
nicht gekürzt werden. Das entschied das
Sozialgericht Dortmund. Im konkreten Fall
sollte eine Frau aus Bochum bei einem
Textildiscounter für 4,50 € eine Arbeit
aufnehmen. Da der unterste Tariflohn jedoch
9,82 € beträgt, seien nach Auffassung des
Gerichts solche Stundenlöhne sittenwidriger
Lohnwucher. Deshalb brauchen Arbeitslose
solche Stellen nicht anzunehmen.
Arbeitslosen derartige Stellen mit Hilfe von
Sanktionen aufzuzwingen, hieße, Lohndumping
behördlich noch zu unterstützen und das
Lohngefüge weiter nach unten zu schrauben,
urteilten die Richter.
Der stellv. Landesvorsitzende
der Christlich-Demokratische
Arbeitnehmerschaft (CDA) Berlin und
Kreisvorsitzende der CDA Treptow-Köpenick Joachim
Specht begrüßte dieses Urteil als einen
wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von
Lohndumping. Specht erklärte dazu: „ Die
immer größer werdende Zahl von
Arbeitnehmern, die zu Dumping – Löhnen
arbeiten müssen, mit denen niemand
auskömmlich leben kann, kann nicht
hingenommen werden. Betriebe, die glauben
mit Dumpinglöhnen ihre Profite auf Kosten
der Arbeitnehmer steigern zu können, sind
Totengräber der sozialen Marktwirtschaft,
weil sie das Vertrauen in das Funktionieren
unseres Wirtschaftssystems zerstören.
Deshalb ist dieses Urteil ein wichtiger
Meilenstein zu mehr Lohngerechtigkeit in
unserem Land.“ Specht, der auch Mitglied des
Bundesvorstandes der CDA ist, äußerte die
Hoffnung, dass die Bundesagentur für Arbeit
die Arbeitsagenturen und Jobcenter anweist,
in Zukunft dieses Urteil bei ihren
Arbeitsvermittlungen zu Grunde zu legen und
den Armutslohn-Arbeitgebern die Rote Karte
zu zeigen.
V.i.S.d.P.: Joachim Specht,
Kreisvorsitzender der CDA Treptow-Köpenick |
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Es
reicht, Herr Mißfelder
CDA
Treptow-Köpenick
ist empört über die Geringschätzung von ALG 2 Empfänger
Mit großer
Empörung hat die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft
(CDA) Treptow-Köpenick die Äußerung des Bundesvorsitzenden der Jungen
Union Philipp
Mißfelder aufgenommen, der auf einer
Parteiveranstaltung in Haltern am See im Ruhrgebiet die
Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze als einen "Anschub für die
Tabak- und Spirituosenindustrie“ bezeichnet hat. Dazu
erklärte der CDA-Kreisvorsitzende Joachim Specht: „Dies
ist ja nicht der erste unverzeihliche verbale Ausfall gegen
sozial Schwache dieses Herrn. Viel deutlicher kann man es
nicht sagen, was Herr Mißfelder von den Millionen zum
größten Teil unverschuldet arbeitslos gewordenen Mitbürgern
hält, die gezwungen sind, vom Arbeitslosengeld II zu leben
und deren Kinder die wirtschaftlichen Nachteile ertragen
müssen, weil die Erhöhung der Regelsätze nicht einmal die
Teuerungsrate ausgleicht. “
„Während auf der einen Seite CDA Bundesvorsitzender und CDU
– Präsidiumsmitglied Karl-Josef Laumann als NRW – Minister
für kindgerechte Regelsätze kämpft, qualifiziert der
Bundesvorsitzende der CDU – Jugendorganisation die von Hartz
IV abhängigen Menschen in menschenverachtender Weise ab,“,
empört sich Specht, der auch Bundesvorstands-mitglied und
stellv. Landesvorsitzender der CDA
ist. Dies sei eines Vertreters der CDU unwürdig, meint er
und fragt, ob Herr Mißfelder nicht einmal über einen
Austritt und Rücktritt nachdenken sollte.
Berlin,
den 20. Febr. 2009
V.i.S.d.P.: Joachim Specht, CDA -
Kreisvorsitzender |
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CDA beschließt
Plakat-Aktion
gegen Sarrazin
Die CDA
Berlin kündigte heute in
einem Pressegespräch eine
Plakat-Aktion gegen die
unsoziale Politik des
rot-roten Senats an. Vor dem
Hintergrund der schändlichen
Äußerung des Berliner
Finanzsenators Thilo
Sarrazin „Pullover statt
Heizung“ hat die CDA Berlin
eindrückliche Forderungen
für ein sozialeres Klima in
Berlin vorgestellt.
„Von den zynischen
Forderungen Sarrazins sind
besonders alte Menschen und
Kinder betroffen“, so die
stellv. CDA-Bundes- und
Landesvorsitzende Silke
Striezel-Wolff im Gespräch.
Auch für Arbeitnehmer/innen
sei Sarrazins
Energiespar-Tipp nicht
hinnehmbar. „16 Grad Celsius
sind weniger als in der
Arbeitsstättenverordnung für
Arbeitsplätze vorgesehen
ist“, mahnte Striezel-Wolff.
CDA-Hauptgeschäftsführer
Martin Kamp betonte „Ob nun
die steten unwürdigen
Äußerungen Sarrazins oder
Wowereits Abbruch der
Tarifverhandlungen: Rot-rot
betreibt eine Politik der
Spaltung und Ausgrenzung.
Das ist das Letzte, was
Berlin braucht.“
Berlin, den
01.08.2008
V.i.S.d.P.:
Silke Striezel, c./o. CDA
Berlin, Wallstraße 14a,
10179 Berlin
e-mail:
Striezel@cdaberlin.de,
Tel.:
0177 274 85 78
Unsere Plakate
Unsere Forderungen:
Mehr soziales
Klima in Berlin
Horst Gedack,
Landesvorsitzender der CDA
Berlin
Silke Striezel,
stellvertretende
CDA-Bundesvorsitzende und
stellvertretende
Landesvorsitzende der CDA
Berlin und
Martin Kamp,
CDA-Hauptgeschäftsführer
erklären:
Vor dem Hintergrund der
jüngsten Äußerungen des
Finanzsenators stellen wir
heute zwei Plakatmotive vor.
Wir werden die Plakate an
geeigneten Stellen
präsentieren, in CDA/CDU -
Schaukästen, bei
Veranstaltungen und Ständen.
Und wir werden die Motive
außerdem als Postkarten
drucken. Plakate und
Postkarten können bei der
CDA angefordert werden.
Die Verbalausfälle des
Finanzsenators sind
unerträglich. Und mindestens
so unerträglich ist, dass
der Regierende
Bürger-meister dem tatenlos
zusieht. Die bloße Äußerung,
manchmal wäre es besser,
wenn er schweigen würde,
kann nicht darü-ber
hinwegtäuschen, dass der
Regierende von einer
Promi-Hochzeit zur nächsten
jettet, während der
Finanzsenator sozial
Schwachen in geradezu
zynischer Weise Tipps gibt,
wie sie angesichts hoher
Energie- und
Lebensmittelpreise über die
Runden kommen können.
Was dem Finanzsenator die
Bezieher von
Arbeitslosengeld II, sind
dem Regierenden offenbar die
Landesbediensteten. Die
einseitige Verordnung einer
lächerlichen Einmalzahlung
und der Abbruch der
Tarifverhandlungen für den
öffentlichen Dienst – also
Lohndiktat statt
Verhandlungen auf Augenhöhe
- stellen eine
Kriegserklärung an die
Tarifautonomie dar. Dem
Finanzsenator und dem
Regierenden Bürgermeister
fehlt der Bezug zur
Situation der Menschen. Sie
betreiben eine Politik der
Spaltung und Ausgrenzung.
Wir fordern mehr Gemeinsinn,
mehr Miteinander und mehr
soziale Partnerschaft. Wir
wollen eine Politik, die
jeden Menschen mit seiner
Würde respektiert. Wir
treten dafür ein, dass jeder
eine Chance auf Teilhabe
bekommt. Wir wollen mehr
soziales Klima für Berlin.
1. Konkret fordern wir als
ersten Schritt die sofortige
Entlassung des
Finanzsenators. Das wäre ein
erstes klares Signal gegen
eine Politik der
Ausgrenzung.
2. Wir fordern den Senat
auf, unverzüglich die
Tarifverhand-lungen für den
öffentlichen Dienst wieder
aufzunehmen.
3. Die CDA will Bezieher von
Arbeitslosengeld II und
sozial Schwache nicht
ausgrenzen, sondern sie
unterstützen. Vorbildlich
arbeitet die Sozialberatung
der CDA in Treptow -
Köpenick.
4. Wir fordern den Senat
auf, wieder ein
zinsgünstiges
Exi-stenzgründungsdarlehens-
und Coaching - Programm
aufzu-legen. Hierzu sind
vorhandene EFRE-Mittel
heranzuziehen und so
inhaltlich auszurichten,
dass ein 50proz.
Frauenanteil ermöglicht
wird.
5. Die Haushaltssperre für
die Beschäftigungsförderung
im Land Berlin in Höhe von 9
Mio. Euro ist sofort
aufzuheben.
Berlin, den
01.08.2008
Verantwortlich:
CDA-Landesverband Berlin /
CDA-Hauptgeschäftsstelle,
Oranienburger Straße 65,
10117 Berlin
|
Dr. Heiner
Geißler
Politik und Ethik
Politik soll laut
Aristoteles das geordnete
Zusammenleben der Menschen
ermöglichen. Was die richtige
Ordnung ist, wird seit
Menschengedenken unterschiedlich
beurteilt, und die Philosophen aller
Zeiten haben sich bemüht, darauf
eine Antwort zu geben. Die Römer
hatten eine Vorstellung von der
richtigen Ordnung, die Pax Romana.
Im Mittelalter gab es die
Zwei-Reiche-Theorie, in der
absoluten Monarchie hieß es »L‘état
c‘est moi«. Auch die Nazis hatten
eine Ordnungsvorstellung, genauso
wie die Kommunisten. Was aber gilt
heute? Kants kategorischer
Imperativ, diese goldene Regel, die
sich in unterschiedlichen
Formulierungen auch bei Konfuzius
und in der Bibel wiederfindet, gibt
leider keine endgültige Antwort. Das
liegt an dem ihm innewohnenden
Subjektivismus. Die Frage ist
grundsätzlicher und tiefgründiger.
Und die Antwort hat harte politische
Konsequenzen. Es geht nämlich um die
Frage: »Was oder wer ist ein
Mensch?« Die Antwort ist in der
Menschheitsgeschichte höchst
umstritten. Karl Marx schreibt in
einer seiner frühen Schriften unter
dem Titel »Zur Judenfrage«, der
Mensch, wie er gehe und stehe, sei
nicht der eigentliche Mensch,
sondern er müsse das richtige
gesellschaftliche Bewusstsein haben
und der richtigen Klasse angehören.
Bei den Nazis musste er der
richtigen Rasse angehören, bei den
Nationalisten der richtigen Nation.
Bei uns natürlich der deutschen
Nation, und die nicht dazugehören,
kann man schlagen oder umbringen.
Die Fundamentalisten verlangen, dass
der Mensch die richtige Religion
hat, sonst wird er ausgepeitscht wie
in Saudi-Arabien oder auf dem
Scheiterhaufen verbrannt wie bei uns
noch bis vor dreihundert Jahren.
Bei anderen
Fundamentalisten muss der Mensch das
richtige Geschlecht haben, er darf
bloß keine Frau sein, sonst ist er
von vornherein ein Mensch zweiter
Klasse. Das ist die auf der Erde
wohl am weitesten verbreitete
negative Kategorisierung des
Menschen. Über die Hälfte der
Menschheit sind Frauen. Aber es gibt
niemanden, der mehr diskriminiert,
entrechtet, geschändet, versklavt
wird als Frauen. In Europa war das
bis vor hundert Jahren im Prinzip
fast genauso. Achtzig Prozent der
eine Milliarde Analphabeten auf der
Erde sind Frauen. Aber nicht, weil
sie dümmer wären als die Männer,
sondern weil sie von den von Männern
errichteten staatlichen Strukturen,
vor allem Bildungseinrichtungen,
systematisch ferngehalten werden.
Wenn Menschen das Pech haben, zur
falschen Klasse, Rasse, Nation,
Geschlecht, Religion zu gehören,
dann werden sie erschossen, vergast,
gesteinigt, zu Tode gefoltert oder
sonst wie umgebracht. So war es
früher, so ist es heute. Falsche
Menschenbilder sind die Ursache für
die schlimmsten Verbrechen, für die
größten politischen Fehlleistungen,
die sich die Menschheit geleistet
hat.
Offenkundig ist die
Frage nach dem Menschenbild von
entscheidender politischer
Bedeutung. Das richtige Menschenbild
kann keine »entschärfte« Variante
der falschen Menschenbilder sein.
Dass diese falsch sind, ergibt sich
aus den Erfahrungen der
Menschheitsgeschichte. Das richtige
Menschenbild kann nichts anderes
sein als deren Gegenteil. Diese
Antwort finden wir im Evangelium.
Der Mensch, wie er geht und steht,
ist der »eigentliche Mensch«, in
seiner Würde unantastbar, unabhängig
von Rasse, Hautfarbe und Geschlecht.
Das hat Folgen: Die
Erwachsenen von heute beispielsweise
dürfen nicht so leben, dass sie die
Menschenwürde derer verletzen, die
nach ihnen kommen. Aber sie tun es.
Jedes Jahr fallen weltweit Flächen
der Brandrodung zum Opfer, die
größer sind als Dänemark, Luxemburg
und die Schweiz zusammen. Jeden Tag
gehen zwanzig Pflanzen- und
Tierarten unwiderruflich zugrunde.
In jeder Sekunde blasen die Menschen
Tausende Tonnen von Treibgasen in
die Luft. Zum ersten Mal in den
Milliarden von Jahren währenden
Geschichte des Lebens kann eine
Spezies, nämlich die menschliche,
die gesamte Biosphäre vernichten.
Wie Parasiten zerstören wir den
Wirt, auf dem wir leben, unsere
Mutter Erde. Aber im Gegensatz zu
anderen Parasiten können wir unsere
Kinder nicht einfach auf einen
anderen Wirt schicken, wenn der
jetzige stirbt.
Neben der
Diskriminierung der Frauen hat der
Rassismus die tiefsten Spuren in der
Menschheitsgeschichte hinterlassen.
Nach wie vor werden Menschen wegen
ihrer Hautfarbe, Rasse oder Religion
geächtet, auch wenn die Fälle
zahlenmäßig zurückgehen. Doch es
sind neue Verletzungen der
Menschenwürde aufgekommen. In
England erhalten Menschen, die älter
sind als achtzig Jahre, keine
Bypass-Operation, kein künstliches
Hüftgelenk, und sie werden nicht zur
Dialyse zugelassen. Es sei denn, sie
haben genug Geld, um diese
medizinischen Leistungen aus der
eigenen Tasche zu bezahlen. In den
Vereinigten Staaten ist die Lage
noch katastrophaler. 45 Millionen
Amerikaner haben keine
Krankenversicherung, was im
US-Präsidentschaftswahlkampf 2008
eine entscheidende Rolle gespielt
hat. Eine Zwei-Klassen-Medizin gibt
es inzwischen auch in Deutschland.
Die Wohlhabenden unseres Volks haben
sich zu einem Club
zusammengeschlossen und versichern
sich gegenseitig. Das sind die
Privatversicherten. Die Ärmeren, und
das sind die meisten, sind in der
gesetzlichen Krankenversicherung
zusammengeschlossen und versichern
sich ebenfalls gegenseitig. Die
Finanzierung der gesetzlichen
Krankenversicherung kann aber nicht
funktionieren, weil ihr das Geld der
Wohlhabenden fehlt. So wird die
Gesellschaft bewusst in zwei Teile
gespalten. Es ist eine neue
Kategorie der Verletzung der
Menschenwürde entstanden: arm, krank
und alt. Der Mensch wird zum
Kostenfaktor. Er gilt umso mehr, je
weniger er kostet und umso weniger,
je mehr er kostet. Das merken wir
schon an der Sprache, die im
Gesundheitswesen gesprochen wird.
Ich bin Verwaltungsratsvorsitzender
einer großen Sozialstation in
Rheinland-Pfalz. Diese Aufgabe
übernahm ich aus Nostalgiegründen,
weil ich die Sozialstationen als
Landessozialminister vor über
dreißig Jahren begründet habe. Sie
waren eine Initiative, auf die ich
heute noch stolz bin, und haben sich
inzwischen in ganz Deutschland und
auch in Österreich verbreitet. Es
gibt hier keine Region mehr, die
keine Sozialstation hat.
Ich habe erstaunliche
Neuerungen erlebt. So wird in
Dokumenten des Bundestags und in
Broschüren der Caritas und der
Diakoniewerke nicht mehr über
Pflegebedürftige geschrieben,
sondern über Kunden. Die
Pflegebedürftigen sind neben den
Ungeborenen aber die
hilfsbedürftigsten Menschen in
unserer Gesellschaft. Sie und
insgesamt die Kranken zu Kunden zu
deklarieren offenbart, wie ein
langsam wirkendes Gift sich in das
Bewusstsein unserer Gesellschaft
einschleicht. Der kranke Mensch hat
auch Ansprüche, weil er Beiträge
bezahlt hat. Aber er ist in erster
Linie ein um Hilfe suchender Mensch,
der geheilt werden will. Zum neuen
Patientenbild passt, dass der
Krankenhausarzt zum
Fallpauschalenjongleur wird, der
dreißig Prozent seiner Arbeitszeit
darauf verwenden muss, die richtige
Fallpauschale herauszufinden für den
medizinischen Eingriff, den er
gerade vorgenommen hat. Es muss vor
allem die für den Geschäftsführer
des Krankenhauses richtige
Fallpauschale sein. Das sind oft
35-, 40-jährige Menschen, die außer
Betriebswirtschaftslehre nichts in
ihrem Leben gelernt haben. Sie haben
keine Ahnung von Philosophie und
Theologie, vom Humanismus, von der
Geschichte der Menschheit und vor
allem nicht von Medizin. Diese Leute
glauben, die Welt bestehe aus der
Addition von Zahlen. Entsprechend
dieser Mentalität wird das
Krankenhaus umfunktioniert zu einem
an der Gewinnmaximierung
orientierten Unternehmen, geradeso,
als wäre das Gesundheitswesen der
Media Markt. Wir sind die Zeitzeugen
einer durchgehenden Ökonomisierung
der gesamten Gesellschaft, vor allem
im Gesundheits- und Bildungswesen.
Natürlich kann man überall
effektiver arbeiten, und Bildung und
Gesundheit müssen bezahlt werden.
Wir brauchen aber für beide Bereiche
nicht weniger, sondern mehr Geld.
Dies ist jedoch kein grundsätzliches
Problem, denn es gibt, wie wir
wissen, auf der Erde Geld wie Heu –
es ist nur falsch verteilt.
Es breitet sich in
unserer Gesellschaft eine seelische
Hornhautmentalität aus, die die
Menschen unempfindlich macht für die
wirklichen Nöte ihrer Mitmenschen.
Die Verrohung der politischen
Klassen, auch der Parteien, wird
immer stärker und führt zu
gewaltigen Fehlern, vor allem in der
Sozial-, Arbeitsmarkt- und
Gesundheitspolitik. Bei Hartz IV
liegt der Fehler nicht in der
Zusammenlegung von Sozialhilfe und
Arbeitslosenhilfe. Diese
Entscheidung war unter fiskalischen
Gesichtspunkten richtig, sie war
aber, wenn man so will,
philosophisch und menschlich falsch.
Der 50-jährige Opel-Arbeiter in
Bochum, der wegen der ins Schleudern
geratenen Konzernmutter General
Motors arbeitslos geworden ist, hat
35 Jahre Steuern und Beiträge
bezahlt, Kinder großgezogen und eine
gute Arbeit in seiner Firma
abgeliefert. Er wird nach einem Jahr
Arbeitslosengeldbezug auf den
untersten Level der Sozialleiter
geschoben. Er wird zum
Fürsorgeempfänger gemacht. Das Geld
bekommt er erst, wenn er vorher fast
alles versilbert hat, was er für
sich und seine Familie erarbeiten
konnte. Er wird auch enteignet, wenn
er keinen Job bekommt. Die Parole
»Fordern und Fördern« beschränkt
sich meist auf das Fordern. Der
ehemalige Opel-Arbeiter wird
behandelt, als hätte er nie einen
Hammer in der Hand gehabt. Er wird
aus der Verbindung zum Arbeitsleben
völlig herausgerissen. Die
Arbeitslosenhilfe betrug früher
immerhin 52 Prozent des letzten
Nettolohns, hatte also einen Bezug
zur Arbeitsleistung vor der
Arbeitslosigkeit. Diese
psychologisch wichtige Verbindung
wird durch Hartz IV gekappt.
Jahrelange Arbeit wird ignoriert.
Hartz IV ist nichts anderes als die
in Paragraphen gegossene staatliche
Missachtung der Lebensleistung
dieser Menschen. Da dieses Schicksal
jedem blühen kann, sogar Mitgliedern
von Unternehmensvorständen, hat
Hartz IV eine flächendeckende
negative Wirkung. Die Menschen
bekommen Angst vor der Zukunft, weil
sie nicht wissen können, ob und wann
das Damoklesschwert der
Arbeitslosigkeit auf sie herabfällt.
Der inzwischen
zurückgetretene Vorstandsvorsitzende
des Automobilzulieferers
Continental, Manfred Wennemer, hat
mir bei einer Diskussion an der
Universität Passau in schöner
Offenheit die Vorteile von Hartz IV
für sein Unternehmen benannt. Er
sagte, Hartz IV sei unverzichtbar,
weil seit seiner Einführung der
Krankenstand bei »Conti« sich auf
dem niedrigsten Niveau halte, das es
in der Firma je gegeben habe. Auf
die Frage, warum dies so sei,
antwortete Wennemer, »weil die
Menschen Angsthaben, nach Hartz IV
abgestuft zu werden«. Die
Ökonomisierung der Gesellschaft hat
die Einstellung der politisch
Verantwortlichen und der Angehörigen
der Verwaltungen gegenüber
Antragstellern und Hilfesuchenden
pervertiert. Kostenargumente
dominieren, die persönlichen
Schicksale betroffener Menschen
verschwinden hinter einer Wand von
Paragraphen und Zahlen. Das Denken
der Menschen verroht, und
gleichzeitig verlieren sie die
Fähigkeit zum Mitleiden, zur
Barmherzigkeit, vor allem wenn es um
die eigenen Landsleute geht. Die
totale Ökonomisierung der
Gesellschaft, deren Ergebnis die
sich im eigenen Volk verschärfende
Not ist, ist die Todsünde des
Kapitalismus.
Als ich
Sozialminister in Rheinland-Pfalz
war, von 1967 bis 1977, fiel auch
die Kriegsopferversorgung in meine
Zuständigkeit. Immer wieder gab es
Streit über die richtige Einstufung
der Kriegsversehrten hinsichtlich
der Minderung ihrer Erwerbsfähigkeit
(MdE genannt) und ihres
Berufsschadensausgleichs, der
errechnet wurde aus der Differenz
zwischen ihrem jetzigen
Arbeitseinkommen und dem Entgelt,
das sie bekommen hätten, wenn es
diesen Krieg nicht gegeben hätte und
sie nicht verwundet worden wären.
Ich habe alle Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der Versorgungsämter
angewiesen, in Zweifelsfällen immer
zugunsten der Kriegsopfer und ihrer
Angehörigen zu entscheiden. Dadurch
wurden nicht nur die Klagen vor den
Sozialgerichten auf ein Minimum
reduziert, sondern auch das
Selbstbewusstsein der Kriegsopfer
gestärkt, die unter ihren
Verletzungen oft schwer zu leiden
hatten. Wenn Kläger vor den
Sozialgerichten recht bekamen, hatte
ich die Anweisung gegeben, gegen das
Urteil nicht in die Berufung zu
gehen. Bei den Jobagenturen, den
Arbeitsgemeinschaften und den
Sozialämtern der Kommunen wird genau
das Gegenteil praktiziert. Die
sogenannten Jobagenten sind sogar
gehalten, am Jahresende
Einsparergebnisse vorzulegen. Da sie
meist auf ein Jahr befristete
Arbeitsverträge haben, tun sie
natürlich alles, um dieses Ziel zu
erreichen. Das heißt, sie legen in
Zweifelsfällen das Gesetz immer
gegen die Arbeitslosen aus. Das ist
der eigentliche Grund, warum die
Arbeitsgerichte von Hartz-IV-Klagen
überschwemmt werden. Im Jahr 2008
gab es laut Bundessozialgericht 174
618 neue Verfahren. Diese amtlich
verordnete Verrohung der Beamten und
Angestellten der Jobagenturen
zerstört nicht nur das Vertrauen
zwischen Arbeitslosen und den für
sie zuständigen Ämtern, sondern
macht auch die Hartz-IV-Gesetze
wesentlich teurer, als sie es wären,
wenn sie human ausgelegt würden. Die
Unmenschlichkeit zeigt sich auch
darin, dass viele Familien aus den
Wohnungen, in denen sie bisher mit
ihren Kindern gelebt haben, durch
die Jobagenten vertrieben werden,
weil die Wohnfläche größer ist, als
die Bestimmungen von Hartz IV
vorsehen.
Die Privilegierung
der Minijobs durch die
Hartz-IV-Gesetzgebung führte zu
einer weiteren Entsolidarisierung
der Gesellschaft, ähnlich wie in den
Vereinigten Staaten. Wenn zwei oder
drei Jobs notwendig sind oder beide
Elternteile berufstätig sein müssen,
um den Familienhaushalt zu
finanzieren, werden die Familien
zerrüttet, verwahrlosen die Kinder,
brechen Ehen auseinander. Es ist die
Amerikanisierung der sozialen
Verhältnisse, die unsere
Gesellschaft bedroht. Das
US-Erziehungsministerium schätzt,
dass 25 Prozent der Amerikaner
Analphabeten sind. Es handelt sich
vor allem um Kinder aus
Working-poor-Familien. Auf 100 000
Einwohner kommen in den Vereinigten
Staaten zwölf Kapitalverbrechen, in
Deutschland sind es – noch – zwei.
Millionen von Amerikanern sitzen
rechtskräftig verurteilt in
Gefängnissen. Der amerikanische
Soziologe Fridman hat einmal
hochgerechnet vom Jahr 1990 bis zum
Jahr 2040, dass, wenn diese
Entwicklung weiterginge, von 2009 an
gerechnet in 31 Jahren die Hälfte
der Amerikaner im Gefängnis sitze
und von der anderen Hälfte bewacht
werde. Diese gewiss zugespitzte
Prognose kennzeichnet das
Charakteristische an der
gesellschaftlichen Entwicklung:
nämlich die immer weiter um sich
greifende Entsolidarisierung. Selbst
der überzeugteste Monetarist und
Fiskalfetischist müsste eigentlich
erkennen, dass die finanziellen
Folgeschäden einer
entsolidarisierten Gesellschaft
größer sind als alle Kosten einer
Gesellschaftsordnung, die den
Menschen nicht zum Kostenfaktor
degradiert, sondern sich am
christlichen und humanen
Menschenbild orientiert.
Die globale
ökonomische und soziale Entwicklung
steht im diametralen Gegensatz zur
Botschaft des Evangeliums. Die
Ökonomisierung der Gesellschaft
beruht auf dem kapitalistischen
Wirtschaftssystem, in dem die
menschlichen Werte auf den Kopf
gestellt werden. Das Kapital ist im
Lichte des Evangeliums keineswegs
per se schlecht, aber es hat den
Menschen zu dienen und nicht die
Menschen zu beherrschen. Heute ist
es umgekehrt. Das Kapital beherrscht
die Menschen, und die Menschen sind
seinen Interessen ausgeliefert. Es
gibt in der Politik aber keine
überflüssigen Menschen. In den
Demokratien haben sie alle eine
Stimme, und sie werden sie nutzen.
In autoritären oder diktatorischen
Systemen, wo die Menschen keine
Stimme haben, werden sie oder ihre
geistlichen Führer sich Waffen
besorgen, und wenn es fliegende
Kerosinbomben sind, die in den
Symboltürmen des Kapitalismus
einschlagen, oder Sprengsätze, die,
von Handys gezündet, in Vorortzügen
europäischer Hauptstädte
explodieren. Das verfehlte
Wirtschaftssystem produziert den
Terrorismus.
Mit freundlicher
Genehmigung von Dr. Heiner Geißler
vom 11.04.2011
Verantwortlich:
Joachim Specht, c./o. CDA
Treptow-Köpenick, Dörpfeldstr. 51, 12489
Berlin.
Bei Nachfragen:
specht@cda-koepenick.de oder
Tel:
0176 / 51 40 78 53
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CDA Berlin
fordert den Rücktritt des
RCDS
Bundesvorsitzenden Ludewig
Berliner Sozialausschüsse
empört über die
verfassungsfeindliche
Diskriminierung Arbeitsloser
und Rentner durch den
Repräsentanten des CDU-nahen
Studentenverband
Empört
und fassungslos zeigte sich
der stellv.
Landesvorsitzende der CDA
(Sozialausschüsse in der
CDU) Joachim Specht über die
Forderungen des
Bundesvorsitzenden des
Ringes Christlich
Demokratischer Studenten
(RCDS) Gottfried Ludewig,
das Wahlrecht der Rentner
und ALG II Empfänger bei
Bundestags- und
Landtagswahlen
einzuschränken. Dazu sollten
nach Ludewigs kruden
Vorstellungen, die in einer
mail allen Vereinigungen in
der CDU zugeschickt worden
waren und per „Bild-Zeitung“
öffentlich gemacht wurden,
sogenannte Leistungsträger
mit doppeltem Stimmrecht
ausgestattet werden.
„Damit verlässt Herr Ludewig
nicht nur den Boden unserer
Verfassung, sondern verstößt
auch gegen eine der
wichtigsten Errungenschaften
unserer abendländischen
politisch-demokratischen
Kultur, dem Grundprinzip der
„gleichen Wahl“.“ erklärte
Specht, der auch Mitglied
des CDA – Bundesvorstandes
ist. „Deshalb fordere ich
ihn auf, umgehend vom
Bundesvorsitz des RCDS
zurückzutreten. Wer solche
allen demokratischen
Überzeugungen diametral
widersprechende Forderungen
stellt, hat außerdem in der
Christlich Demokratischen
Union nichts mehr zu suchen.
Darum erwarte ich, dass die
CDU gegen ihn ein
Parteiordnungsverfahren
einleitet.“ Dies sei auch
deshalb wichtig, weil
Ludewig als kooptiertes
Mitglied dem Bundesvorstand
der CDU angehöre.
V.i.S.d.P.:
Joachim Specht, c./o. CDA
Berlin, Wallstraße 14a,
10179 Berlin
e-mail:
specht@cdaberlin.de,
Tel.: 0176 / 51 40 78 53 |
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CDA-Erfolg: Keine
Grabsteine aus Kinderhand
mehr auf Berlins Friedhöfen
Großer Erfolg für die
CDA-Kampagne „kind.
gerecht.“ gegen
aus-beuterische Kinderarbeit
in Berlin: Grabsteine, die
aus ausbeute-rischer
Kinderarbeit stammen, sollen
auf den Friedhöfen der
Hauptstadt nicht mehr
aufgestellt werden. Darüber
sind sich die Fraktionen des
Abgeordnetenhauses von
Berlin einig. Anfang
nächsten Jahres soll ein
entsprechender Antrag aus
den Reihen der CDU-Fraktion
offiziell beschlossen
werden.
Joachim Specht,
stellvertretender
Landesvorsitzender der CDA
Berlin und Mitglied im
Bundesvorstand der
CDU-Arbeitnehmeror-ganisation,
hatte sich gleich nach dem
Auftakt er CDA-Kampagne bei
der CDU-Fraktion im
Abgeordnetenhaus für eine
entsprechen-de
parlamentarische Initiative
stark gemacht. Die
Abgeordnete Emine
Demirbüken-Wegner
unterstützte ihn darin, so
dass die CDU-Fraktion den
Antrag rasch auf den Weg
bringen konnte.
Hintergrund: Viele
Grabsteine auf deutschen
Friedhöfen stammen aus
Indien. In den dortigen
Steinbrüchen müssen vielfach
Kinder unter miserablen
Bedingungen schuften. Es
geht aber auch anders: So
gibt es ein Siegel („XertifiX“),
das – durch unabhän-gige und
unangemeldete Kontrollen
abgesichert – bescheinigt,
dass die Grabsteine nicht
aus Kinderarbeit stammen.
Der CDU-Antrag, für den es
nun eine parlamentarische
Mehrheit gibt, schreibt vor,
dass auf landeseigenen
Friedhöfen „nur Grabsteine
aufgestellt werden dürfen,
die nachweislich in der
gesamten Wertschöpfungskette
ohne ausbeuterische
Kinderarbeit im Sinne der
ILO-Konvention 182
hergestellt sind.“ Mit den
nichtstaatlichen Trägern von
Friedhöfen – vor allem
Kirchen – soll gesprochen
werden, um diese für die
Aufnahme der gleichen
Bestimmung in ihre
jeweiligen
Friedhofsordnungen bzw. –satzungen
zu gewin-nen.
„Wir freuen uns, dass
Joachim Specht und andere in
Berlin sofort die Initiative
ergriffen haben, nachdem wir
unsere Kampagne gestartet
und die Homepage
www.cda-gegen-kinderarbeit.de
online geschaltet haben“, so
der CDA-Hauptgeschäftsführer
Martin Kamp. Das Ziel sei
es, durch viele kleine
Schritte und lokales Handeln
zu einer Welt ohne
Kinderarbeit zu gelangen.
Mit dem Erfolg in Berlin
komme man diesem Ziel wieder
ein Stück näher
Verantwortlich: Martin Kamp,
CDA-Hauptgeschäftsführer
Christlich-Demokratische
Arbeitnehmerschaft
Deutschlands
CDA-Hauptgeschaeftsstelle •
Postfach 04 01 49
• 10061 Berlin, Fon +49 30
922511-0
|
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CDA –
Bundesvorstandsmitglied
bittet die CDU Fraktion den
Misstrauensantrag gegen
Pflüger abzulehnen
Zu dem morgen in der CDU –
Fraktion des Berliner
Abgeord-netenhaus zu
entscheidenden
Misstrauensantrag gegen den
Fraktionsvorsitzenden
Friedbert Pflüger erklärte
der Kreisvor-sitzende der
Christlich-Demokratischen
Arbeitnehmerschaft (CDA,
Sozialausschüsse in der CDU)
von Treptow- Köpenick
Joachim Specht: „Zwar kann
man - wie ich - den
Zeitpunkt der Pflügerschen
Initiative zur Bündelung der
Ämter von Landes-vorsitz der
CDU und Fraktionsvorsitz für
falsch halten angesichts der
noch nicht abgeschlossenen
Personaldiskussionen bei der
Nominierungen der Kandidaten
für den Deutschen Bundestag,
dennoch hat er in der Sache
natürlich Recht. Wer wie ich
die jahrelange Arbeit im CDU
- Landesverband für die CDA
mit-getragen hat, muss eine
stärkere inhaltliche- auch
mit der Öffnung zu den
Grünen verbundene -
Positionierung der Partei,
wie sie Pflüger wünscht,
vorbehaltlos begrüßen, da
die stän-digen
Reibungsverluste durch die
parallele Arbeit von
Fraktion und Partei jedes
aktive Parteimitglied
manchmal hat verzweifeln
lassen.“
Aber völlig unabhängig davon
ist Specht, der auch
Mitglied des
Bundesvorstandes der CDA
ist, davon überzeugt, dass
das Ergebnis einer morgigen
Abwahl von Pflüger eine
Zementierung der Mehrheiten
für Rot - Rot für die
nächsten 10 Jahre bedeuten
würde, weil die CDU sich
wieder einmal als nicht
regierungsfähig erweisen
würde. „Das ist die absolute
Katastrophe für die Union“,
meinte Specht. „Ich
jedenfalls kann niemandem
erklä-ren, weshalb ein Mann
wie Pflüger „abgemeiert“
werden soll, der nur sein
demokratisches und
satzungsgemäßes Recht auf
eine Kandidatur innerhalb
der Partei wahrnehmen will.“
Specht bittet deshalb die
Fraktionsmitglieder:
„Stellen Sie Ihre eigenen
persönlichen Betroffenheiten
zurück und denken Sie an die
vielen fleißigen
Parteimitglieder, die völlig
ehrenamtlich für unsere
Sache arbeiten.Wenden Sie
die Katastrophe ab und
stimmen Sie morgen gegen den
Misstrauensantrag!“
V.i.S.d.P : Joachim Specht,
Kreisvorsitzender der CDA
Treptow-Köpenick und
Mitglied des CDA –
Bundesvorstandes
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CDA beschließt
Plakat-Aktion
gegen Sarrazin
Die CDA
Berlin kündigte heute in
einem Pressegespräch eine
Plakat-Aktion gegen die
unsoziale Politik des
rot-roten Senats an. Vor dem
Hintergrund der schändlichen
Äußerung des Berliner
Finanzsenators Thilo
Sarrazin „Pullover statt
Heizung“ hat die CDA Berlin
eindrückliche Forderungen
für ein sozialeres Klima in
Berlin vorgestellt.
„Von den zynischen
Forderungen Sarrazins sind
besonders alte Menschen und
Kinder betroffen“, so die
stellv. CDA-Bundes- und
Landesvorsitzende Silke
Striezel-Wolff im Gespräch.
Auch für Arbeitnehmer/innen
sei Sarrazins
Energiespar-Tipp nicht
hinnehmbar. „16 Grad Celsius
sind weniger als in der
Arbeitsstättenverordnung für
Arbeitsplätze vorgesehen
ist“, mahnte Striezel-Wolff.
CDA-Hauptgeschäftsführer
Martin Kamp betonte „Ob nun
die steten unwürdigen
Äußerungen Sarrazins oder
Wowereits Abbruch der
Tarifverhandlungen: Rot-rot
betreibt eine Politik der
Spaltung und Ausgrenzung.
Das ist das Letzte, was
Berlin braucht.“
Berlin, den
01.08.2008
V.i.S.d.P.:
Silke Striezel, c./o. CDA
Berlin, Wallstraße 14a,
10179 Berlin
e-mail:
Striezel@cdaberlin.de,
Tel.:
0177 274 85 78
Unsere Plakate
Unsere Forderungen:
Mehr soziales
Klima in Berlin
Horst Gedack,
Landesvorsitzender der CDA
Berlin
Silke Striezel,
stellvertretende
CDA-Bundesvorsitzende und
stellvertretende
Landesvorsitzende der CDA
Berlin
Joachim Specht,
stellv. Landesvorsitzender,
Mitglied des CDA
Bundesvorstandes und
Kreisvorsitzender der CDA
Trept.-Köp.
und
Martin Kamp,
CDA-Hauptgeschäftsführer
erklären:
Vor dem Hintergrund der
jüngsten Äußerungen des
Finanzsenators stellen wir
heute zwei Plakatmotive vor.
Wir werden die Plakate an
geeigneten Stellen
präsentieren, in CDA/CDU -
Schaukästen, bei
Veranstaltungen und Ständen.
Und wir werden die Motive
außerdem als Postkarten
drucken. Plakate und
Postkarten können bei der
CDA angefordert werden.
Die Verbalausfälle des
Finanzsenators sind
unerträglich. Und mindestens
so unerträglich ist, dass
der Regierende
Bürger-meister dem tatenlos
zusieht. Die bloße Äußerung,
manchmal wäre es besser,
wenn er schweigen würde,
kann nicht darü-ber
hinwegtäuschen, dass der
Regierende von einer
Promi-Hochzeit zur nächsten
jettet, während der
Finanzsenator sozial
Schwachen in geradezu
zynischer Weise Tipps gibt,
wie sie angesichts hoher
Energie- und
Lebensmittelpreise über die
Runden kommen können.
Was dem Finanzsenator die
Bezieher von
Arbeitslosengeld II, sind
dem Regierenden offenbar die
Landesbediensteten. Die
einseitige Verordnung einer
lächerlichen Einmalzahlung
und der Abbruch der
Tarifverhandlungen für den
öffentlichen Dienst – also
Lohndiktat statt
Verhandlungen auf Augenhöhe
- stellen eine
Kriegserklärung an die
Tarifautonomie dar. Dem
Finanzsenator und dem
Regierenden Bürgermeister
fehlt der Bezug zur
Situation der Menschen. Sie
betreiben eine Politik der
Spaltung und Ausgrenzung.
Wir fordern mehr Gemeinsinn,
mehr Miteinander und mehr
soziale Partnerschaft. Wir
wollen eine Politik, die
jeden Menschen mit seiner
Würde respektiert. Wir
treten dafür ein, dass jeder
eine Chance auf Teilhabe
bekommt. Wir wollen mehr
soziales Klima für Berlin.
1. Konkret fordern wir als
ersten Schritt die sofortige
Entlassung des
Finanzsenators. Das wäre ein
erstes klares Signal gegen
eine Politik der
Ausgrenzung.
2. Wir fordern den Senat
auf, unverzüglich die
Tarifverhand-lungen für den
öffentlichen Dienst wieder
aufzunehmen.
3. Die CDA will Bezieher von
Arbeitslosengeld II und
sozial Schwache nicht
ausgrenzen, sondern sie
unterstützen. Vorbildlich
arbeitet die Sozialberatung
der CDA in Treptow -
Köpenick.
4. Wir fordern den Senat
auf, wieder ein
zinsgünstiges
Exi-stenzgründungsdarlehens-
und Coaching - Programm
aufzu-legen. Hierzu sind
vorhandene EFRE-Mittel
heranzuziehen und so
inhaltlich auszurichten,
dass ein 50proz.
Frauenanteil ermöglicht
wird.
5. Die Haushaltssperre für
die Beschäftigungsförderung
im Land Berlin in Höhe von 9
Mio. Euro ist sofort
aufzuheben.
Berlin, den
01.08.2008
Verantwortlich:
CDA-Landesverband Berlin /
CDA-Hauptgeschäftsstelle,
Oranienburger Straße 65,
10117 Berlin
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Aktuelles
Aufruf der CDA
im Land Berlin
zum Tag der
Arbeit 2008
Geschichte
erinnern –
Zukunft
gestalten
Geschichte
erinnern
Vor 75 Jahren
wurde der „Tag
der Arbeit“ von
den
Nationalsozialisten
missbraucht. Die
damaligen
Verantwortlichen
der
Gewerk-schaftsbewegung
wurden
hintergangen. In
der Hoffnung
Schlimmeres
verhindern zu
können, ließen
sie sich auf
einen „Pakt mit
dem Teufel“ ein.
Viele haben dies
mit ihrem Leben
bezahlt. Am Tag
nach den Feiern
zum 1. Mai 1933
wurden die
Gewerkschaftshäuser
gestürmt, die
Gewerkschaften
zerschlagen und
die
Führungskräfte
verhaftet. Keine
Gewerkschaftsrichtung
wurde verschont:
zuerst kamen die
Sozialisten,
dann die
Christen ins
Gefängnis oder
KZ. Manche
konnten ins
Ausland fliehen,
andere gingen in
den Untergrund.
Sie wirkten
später teilweise
im Widerstand
gegen das
Hitlerregime
mit. Die
Überlebenden
halfen mit, aus
den Trümmern ein
demokratisches
und soziales
Deutschland
aufzubauen. Die
Berliner CDA
erinnert an
Ernst Lemmer und
Jakob Kaiser.
Sie wirkten in
Berlin, wurden
im Osten
verfolgt und
flohen in den
Westen. Jakob
Kaiser legte als
erster Minister
für
gesamtdeutsche
Fragen die
Grundlagen zur
Deutschen
Einheit, die die
Bürgerinnen und
Bürger 1989 in
einer
friedlichen
Revolution
verwirklichten.
Im Gedenken an
die Opfer von
Gewaltherrschaft
sagen wir:
-
Freiheit und
Gerechtigkeit
sind
unverzichtbar
-
Demokratie
und freie
Meinungsäußerung
verteidigen
wir
-
Menschenrechte
gelten
überall, ob
in
Deutschland
oder Tibet
Zukunft
gestalten
Die rot–rote
Landesregierung
hat die
Wirtschaftskraft
nicht erhöht.
Die Armut in
Berlin ist nicht
weniger
geworden. Die
Arbeitslosigkeit
ist immer noch
zu hoch. Die
Berliner
Wirtschaft hinkt
der Entwick-lung
in Deutschland
hinterher, weil
der Senat
falsche
Schwerpunkte
setzt. Statt
„Vorfahrt für
Arbeit“ lautet
das Motto des
Senates „Feiern
hat Vorrang“.
Dies hilft nicht
den Menschen in
Berlin, die auf
Hartz IV
angewiesen sind,
sondern nur der
Schickeria, die
den Cent nicht
umdrehen muss.
Die CDA steht
für eine
Politik, die den
Menschen in den
Mittelpunkt
stellt.
Wir treten ein
-
für „Gute
Arbeit“ in
Berlin -
Industrieansiedlung
ist die
Aufgabe der
Stunde
-
für
bessere
Bildung in
Berlin - das
Lehrpersonal
muss
geschult und
vermehrt
werden, die
Schulen sind
zu sanieren
-
für ein
Einkommen,
mit dem man
auskommt -
auch die
Beschäftigten
des Landes
dürfen nicht
von der
wirtschaftlichen
Entwicklung
abgekoppelt
werden
|
Wir
rufen
alle
Arbeitnehmerinnen
und
Arbeitnehmer
auf,
sich an
der
Kundgebung
des DGB
und
seiner
Gewerkschaften
am
Brandenburger
Tor zu
beteiligen.
Kommt
zur
Demonstration!
- Geht
zur
Kundgebung!
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V.i.S.d.P.: CDA
Landesverband
Berlin, Wallstr.
14 A, 10179
Berlin
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CDA Berlin solidarisch mit den Tarifbeschäftigten
im öffentlichen Dienst
Resolution der Landestagung vom 23.
Februar 2008
Die Tarifbeschäftigten beim Bund und bei den Kommunen
kämpfen gemeinsam mit den Beamten um eine Anpassung
ihrer Einkommen. Die Delegierten der Landestagung der CDA Berlin erklären
sich solidarisch mit den Zielen der Tarifbeschäftigten
und Beamten.
Die Einkommen dieser Beschäftigten sind seit Jahren
nicht mehr angepasst worden. Angesichts der positiven
Wirtschaftsentwicklung ist die Einkommenssituation
dieser Beschäftigten in eine Schieflage geraten. Hier
bedarf es einer Korrektur durch eine kräftige
Verbesserung der Einkommen. Zugleich wird mit einer
kräftigen Einkommensverbesserung die Binnenkonjunktur
gestützt.
V. i. S.
d. P.: Egbert Biermann, stellv. CDA-Landesvorsitzender, Wallstr.
14a, Berlin-Mitte, Tel.:
0170 / 914 82 37
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Politik-kontrovers
Norbert Blüm -
Offener Brief an den Chefredakteur der Bildzeitung:
Umlagefinanzierung vs.
Kapitalgedecktes System
in der Rentenversicherung
Herrn Chefredakteur
Kai Diekmann
BILD-Zeitung
Axel-Springer-Platz 1
20350 Hamburg
Fax: 040 / 347 - 22134
Hochverehrter Herr Chefredakteur Diekmann,
erst Ihr Hinweis auf eine Äußerung von Mark Twain hat mich
auf die herausragende Bedeutung Ihrer Persönlichkeit auf-
merksam gemacht. Chefredakteure eigenen sich also sogar als
Prüfsteine für beginnende Altersverwirrung. Mir allerdings
würde in Ihrem Fall schon genügen, wenn Sie sich an die
Mindestanforderungen journalistischer Redlichkeit halten
könnten.
Ihrer Bitte, Ihnen zu erklären, mit welchem Recht ich 1986
die Rente als sicher bezeichnete, komme ich gerne nach und
will Ihnen, hochverehrter Herr Chefredakteur, privatissime
et gratis beantworten, was ich schon unzählige Male, damals
wie heute, öffentlich in Aufsätzen und Reden dargestellt
habe.
Das beitragsbezogene Umlagesystem ist das sicherste Alters-
sicherungssystem. Eine börsenorientierte, kapitalgedeckte
Privatversicherung kann diese Sicherheit nicht bieten. Ein
Blick in Gegenwart und Vergangenheit der Privatversicherun-
gen genügt als Beweis. Von 112.000 Pensionsfonds in den
Vereinigten Staaten haben 32.000 überlebt. Das Schicksal des
Pensionsfonds von Enron liefert das jüngste Anschau-
ungsmaterial. Insgesamt verloren die Enron-Angestellten 1,2
Milliarden Dollar. Länder mit privater Kapitaldeckung als
Al- terssicherungssystem unterscheiden sich auffällig von
unse- rem solidarischen Umlagesystem durch höhere
Altersarmut.
Das chilenische, kapitalgedeckte Privatversicherungssystem
ist desaströs. Hierzulande wurde die Zuverlässigkeit der
Privatversicherung in der großen Weimarer Inflation, in der
Weltwirtschaftskrise und in der Währungsreform nach dem
Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Fünf bis zehn Lebens-
versicherungsunternehmen sollen in Deutschland nach der
Börsentalfahrt zu Beginn des Jahrtausends vor der Insolvenz
gestanden haben. Den Stresstest der Rating-Agentur Fitch
Ratings und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsauf-
sicht – (Bafin) bestanden 2002 nur 36 von 86 Lebensversi-
cherungsunternehmen.
Gegenüber der Grundversorgung, wie sie Professor Miegel und
Professor Biedenkopf vorschlagen, bietet das beitragsbezo-
gene Pflichtsystem den unschätzbaren Vorteil, dass
Ansprü-che, die durch Beiträge in der gesetzlichen
Rentenversiche- rung erworben werden, unter dem
eigentumsähnlichen Schutz der Verfassung stehen, wie das
Verfassungsgericht mehrfach bestätigt hat. Die
Rentenansprüche können also nicht beliebig nach unten
abgesenkt werden, weil dies einer Enteignung gleichkäme.
Was das Urteil über Ihren Experten Professor Miegel anbe-
langt, schließe ich mich der Bewertung von Herrn Professor
Peter Bofinger (Mitglied des Sachverständigenrates) an, der
ihn für einen „ökonomischen Laien“ hält (Bofinger „Wir sind
besser als wir glauben“ S. 155). Professor Bofinger
(Mitglied des Sachverständigenrates) vermutet als Motiv für
die Gegnerschaft Miegels gegen das Umlagesystem: „ ...
deshalb ist er auch so gegen dieses System eingestellt, da
er als Lobbyist von der Deutschen Bank bezahlt wird. So
offen wird das natürlich nicht zum Ausdruck gebracht, und
deshalb fungiert Herr Miegel vornehmlich als
„Wissenschaftlicher Berater“ des Deutschen Instituts für
Altersversorgung. Das klingt nach unabhängiger Wissenschaft,
doch das Institut wird direkt und indirekt voll von der
Deutschen Bank finan- ziert. Wie heißt es in seinem Buch so
schön: „Täuschung und Betrug oder zumindest Irreführung sind
das Salz in der herr- schaftlichen Suppe“ (Bofinger „ebda“
S. 156).
Die von Ihnen immer wieder zitierten Experten Professor
Biedenkopf und Professor Miegel haben im übrigen bis heute
keine detailliert belegbare Rechnung für ihren Systemvor-
schlag und die damit verbundenen Transformationskosten
vorgelegt: Herr Professor Miegel nicht in der Rentenkommis-
sion der Bundesregierung und Herr Professor Biedenkopf nicht
in der Rentenkommission der CDU, die 1996/97 tagten. Ich
weiß, wovon ich spreche, denn ich habe beide Kommissionen
geleitet und beide Herren erfolglos gebeten, die Modellrech-
nungen für ihre Vorschläge vorzulegen.
Die große Rentenreform 1989 war das Ergebnis eines Konsen-
ses von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften, Renten-
versicherungsträgern, Sozialbeirat, FDP, SPD, CDU/CSU, und
niemand hat damals die Politik, die ich vertrete, als
„Renten-Lüge“ bezeichnet.
Wie sicher das Umlagesystem im Unterschied zur Kapitaldek-
kung ist, konnte man aus der Aussage des damaligen Vor-
standsmitgliedes der Deutschen Bank, Fischer, entnehmen, der
auf die Frage, was man mache, wenn die Kapitaldeckung ihre
Erwartungen nicht erfülle, davon sprach, dass man dann zum
Umlagesystem zurückkehren könne. Also wenn alle Strik- ke
reißen, die Kapitaldeckung versagt, dann bleibt nach An-
sicht dieses Experten als letzter Rettungsanker die gute
alte Rentenversicherung. Was sagen Sie nun, Herr
Chefredakteur?
Für die Fehler der Rentenpolitik nach 1998 kann ich nicht
verantwortlich gemacht werden. Diese Politik hat zweifellos
der Rentensicherheit geschadet.
1. Für die gesetzliche Rentenversicherung notwendige Bei-
träge wurden ihr vorenthalten, Beitragsströme zur Privatver-
sicherung umgeleitet, was die Gesamtbelastung der Versi-
cherten erheblich erhöhte.
2. Beiträge der Arbeitslosenversicherung zur
Rentenversi-cherung wurden abgesenkt. Die Umwandlung von
Lohnbe- standteilen für betriebliche Altersversorgung
entzieht der Rentenversicherung beitragspflichtiges
Einkommen. Alles und noch mehr Verluste der
Rentenversicherung.
3. Die staatliche Unterstützung der Privatversicherung – in
diesem Jahr in Höhe von 870 Millionen Euro, ab 2009 3,2
Milliarden Euro jährlich – kommt denen zugute, die eine Rie-
ster-Rente abschließen können, und ein Teil von diesen hät-
ten eine Privatversicherung auch ohne staatliche Förderung
abgeschlossen, so dass es sich um einen Mitnahmeeffekt
handelt.
4. Die 13 Milliarden Euro, die die Förderung der
Riester-Rente den Staat kostet, spart er bei der
Rentenversicherung durch die Absenkung des Bundeszuschusses,
welche durch die Riester-Rente ausgelöst wird. Mit anderen
Worten: Auf dem Buckel der Rentenversicherung wird die
Privatversicherung gefördert.
5. Da der freiwillige Beitrag zur Riester-Rente in die
Netto- lohnentwicklung eingerechnet wird, sinkt der
Rentenan- spruch, also auch der Anspruch derjenigen, die gar
keine Riester-Rente abschließen können. Die Schwachen zahlen
eine Rechnung für Leistungen, die die Starken erhalten. Der
Rentenanspruch der Verkäuferin sinkt, weil der Verkaufschef
eine Riester-Rente abschließt.
6. Da der Riester-Beitrag freiwillig ist, kommt es bei der
Ein- beziehung des Beitrags in die Rentenformel nicht auf
den tatsächlich gezahlten Beitrag an, sondern auf den
gesetzlich fixierten. Es kann also auch 6 % ins Gesetz
geschrieben werden, und schon haben wir ein neues
Rentenniveau, ohne dass sich an der faktischen
Beitragsabführung etwas geän- dert haben muss.
7. Die Schwankungsreserve der Rentenversicherung wurde auf
ein Fünftel der Monatsausgabe gesenkt, so dass es immer
wieder unterjährig zu Liquiditätsengpässen kommt und die
BILD-Zeitung jeweils „Systemzusammenbruch“ verkündet. Es
handelt sich aber nicht um einen Systemdefekt, sondern um
einen Anwendungsfehler. Wenn das Thermostat zu niedrig
eingestellt ist – die Schwankungsreserve zu knapp bemessen
ist –, darf man nicht der Heizung die Schuld geben.
So wird das Vertrauen in die Rentenversicherung ramponiert.
Verantwortlich dafür ist aber nicht das Renten-System,
sondern die stümperhafte Rentenpolitik.
Das System, da bin ich mit vielen Sachverständigen einer
Meinung, der beitrags-bezogenen Umlage bietet die größte
Systemsicherheit und den besten sozialen Ausgleich. Es
schützt auch diejenigen, die wegen Krankheit, Arbeitslosig-
keit oder Erwerbsunfähigkeit keine Beiträge zahlen können,
was in der Privatversicherung eklatanterweise nicht der Fall
ist.
Diese meine Meinung wird von den Sachverständigen des
Sozialbeirates geteilt. Ich empfehle Ihnen die Lektüre der
Arbeiten von Professor Schmähl, langjähriger Vorsitzender
des Sozialbeirates, und die einschlägigen Hinweise von Herrn
Professor Bofinger (Mitglied des Sachverständigenrates).
Weitere Experten-Adressen kann ich Ihnen bei Bedarf liefern.
Sehr verehrter Herr Chefredakteur, Sie sollten – wie Sie
sehen – etwas vorsichtiger mit der Behauptung umgehen, alle
Experten seien anderer Meinung als ich. Nicht jeder, der
Ihre Ansicht nicht teilt, ist schon deshalb kein Experte.
In einem viel beachteten Referat vor „Netzwerk Recherche“
jüngst in Hamburg hat der angesehene Schweizer Journalist
Peter Meyer über den Verfall von Sitte und Handwerk des
Journalismus’ geklagt. BILD war dabei ein besonderes
Beweisstück. „Im April habe ich dort die folgende Titelzeile
gelesen: ‚BILD-Verhör mit dem früheren Arbeitsminister’. Sie
haben richtig gehört: ‚BILD-Verhör’ – BILD verhörte Norbert
Blüm. Die Zeitung als Staatsanwaltschaft. Solch mediale
Anmaßung ist mir noch nicht vorgekommen. Hybris ist das. Bei
der Auflage-Macht von BILD gefährliche Hybris.“
„Mediale Anmaßung“, „Hybris“, solche Vorwürfe schüttet man
sich, wie ich hoffe, leicht aus den Kleidern.
Sie sehen, sehr verehrter Herr Chefredakteur, man kommt
Ihnen langsam auf die Schliche.
Die kapitalgedeckte Privatversicherung kann eine wertvolle
Ergänzung des beitragsfinanzierten Umlagesystems sein.
Ersetzen kann sie die Rentenversicherung nicht. Ich war und
bin weiterhin Anhänger eines Drei-Säulen-Systems:
1. Rentenversicherung, 2. Betriebliche Alterssicherung, 3.
Private Vorsorge.
Ich hoffe, Ihrem Informationsbedürfnis gedient zu haben und
wiederhole meine Informationsbitte: „Wie erklären Sie, hoch-
verehrter Herr Chefredakteur Diekmann, dass BILD für
30-jährige Vorausberechnung der Entwicklung der gesetzlichen
Rentenentwicklung eine jährliche Preissteigerungsrate von 2
% in Rechnung stellt, während sie die Preissteigerungsrate
für die private Alterssicherung mit Null ansetzen?“
Wenn Sie, sehr verehrter Herr Chefredakteur Diekmann, dazu
nicht in der Lage sein sollten, dann bitte ich alternativ um
Vorschläge, wie ich Sie zukünftig bezeichnen soll:
„Renten-Lügner“, „Leser-Betrüger“, „Volksverdummer“, „Manipula-teur“?
Das ist doch so ungefähr das Niveau, auf dem Sie, sehr
verehrter Herr Chefredakteur, arbeiten. Oder fällt Ihnen
eine andere Bezeichnung ein, die besser beschreibt, was Sie
in der BILD-Zeitung treiben?
Sie werden verstehen, dass ich das Vergnügen, Ihre Briefe zu
lesen, meinen Freunden und allen, die sich dafür interes-
sieren, nicht entgehen lassen will. Gewähren doch diese
Dokumente einen großen Erkenntnisgewinn über das journali-
stische Selbstverständnis des Chefredakteurs Diekmann.
In Erwartung, dass Sie nun endlich die Erklärung für die un-
terschiedlichen Rententabellen in der BILD-Zeitung vorlegen,
verbleibe ich
hoffnungsvoll
Ihr
Norbert Blüm
veröffentlicht mit frdl.
Erlaubnis unseres langjährigen Bundesvorsitzenden, unserem
Kollegen Dr. Norbert Blüm |

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»Wo bleibt Euer
Aufschrei?«
In der globalen Wirtschaft herrscht die pure Anarchie.
Die Gier zerfrisst den Herrschern ihre Gehirne. Ein
Wutanfall
Von Dr. Heiner
Geißler
»Das Kapital hat
die Bevölkerung agglomeriert, die Produktionsmittel
zentralisiert und das Eigentum in wenigen Händen
konzentriert. Die Arbeiter, die sich stückweise verkaufen
müssen, sind eine Ware wie jeder andere Handelsartikel und
daher gleichmäßig allen Wechselfäl- len der Konkurrenz,
allen Schwankungen des Marktes ausgesetzt.« Karl
Marx/Friedrich Engels, 1848, »Manifest der Kommunistischen
Partei«
146 Jahre später warten in Deutschland – als ob es nie eine
Zivilisie- rung des Klassenkampfes gegeben hätte –
Zehntausende von Arbei-tern auf den nächsten Schlag aus den
Konzernetagen von General Motors, Aventis, Volkswagen und
Continental, der sie in die Arbeitslo- sigkeit und
anschließend mit Hilfe der Politik auf die unterste Sprosse
der sozialen Stufenleiter befördert.
Nicht das Gespenst des Kommunismus, vielmehr die Angst geht
um in Europa – gepaart mit Wut, Abscheu und tiefem
Misstrauen gegen- über den politischen, ökonomischen und
wissenschaftlichen Eliten, die ähnlich den Verantwortlichen
in der Zeit des Übergangs vom Feudalis- mus in die
Industriegesellschaft offensichtlich unfähig sind, die
unaus- weichliche Globalisierung der Ökonomie human zu
gestalten.
Unter Berufung auf angebliche Gesetze des Marktes reden sie
viel- mehr einer anarchischen Wirtschaftsordnung, die über
Leichen geht, das Wort. 100 Millionen von Arbeitslosigkeit
bedrohte Menschen in Europa und den USA und 3 Milliarden
Arme, die zusammen ein gerin- geres Einkommen haben als die
400 reichsten Familien der Erde, klagen an: die Adepten
einer Shareholder-Value-Ökonomie, die keine Werte kennt
jenseits von Angebot und Nachfrage, Spekulanten begün- stigt
und langfristige Investoren behindert. Sie klagen an: die
Staats- männer der westlichen Welt, die sich von den
multinationalen Konzer- nen erpressen und gegeneinander
ausspielen lassen. Sie klagen an: ein Meinungskartell von
Ökonomieprofessoren und Publizisten, die meinen, die
menschliche Gesellschaft müsse funktionieren wie Daim-
lerChrysler, und die sich beharrlich weigern, anzuerkennen,
dass der Markt geordnet werden muss, auch global Regeln
einzuhalten sind und Lohndumping die Qualität der Arbeit und
der Produkte zerstört.
Die Arbeiter in den Industriestaaten und ihre
Gewerkschaften, die an- gesichts der Massenarbeitslosigkeit
mit dem Rücken an der Wand stehen, fühlen sich anonymen
Mächten ausgeliefert, die von Men- schen beherrscht
werden, deren Gier nach Geld ihre Hirne zerfrisst. Die
Menschen leben und arbeiten in einer globalisierten
Ökonomie, die eine Welt der Anarchie ist – ohne Regeln, ohne
Gesetze, ohne soziale Übereinkünfte, eine Welt, in der
Unternehmen, Großbanken und der ganze »private Sektor«
unreguliert agieren können. Die globalisierte Ökonomie ist
auch eine Welt, in der Kriminelle und Drogendealer frei und
ungebunden arbeiten und Terroristen Teilhaber an einer
giganti- schen Finanzindustrie sind und so ihre mörderischen
Anschläge finan- zieren.
Wo bleibt der Aufschrei der SPD, der CDU, der Kirchen gegen
ein Wirtschaftssystem, in dem große Konzerne gesunde
kleinere Firmen wie Kadus im Südschwarzwald mit Inventar und
Menschen aufkaufen, als wären es Sklavenschiffe aus dem
18.Jahrhundert, sie dann zum Zwecke der Marktbereinigung
oder zur Steigerung der Kapitalrendite und des Börsenwertes
dichtmachen und damit die wirtschaftliche Exi- stenz von
Tausenden mitsamt ihren Familien vernichten? Den Men- schen
zeigt sich die hässliche Fratze eines unsittlichen und auch
öko- nomisch falschen Kapitalismus, wenn der Börsenwert und
die Mana- gergehälter – an den Aktienkurs gekoppelt – umso
höher steigen, je mehr Menschen wegrationalisiert werden.
Der gerechte, aber hilflose Zorn der Lohnempfänger richtet
sich gegen die schamlose Bereiche- rung von Managern, deren
»Verdienst«, wie sogar die FAZ schreibt, darin besteht, dass
sie durch schwere Fehler Milliarden von Anlagever- mögen
vernichtet und Arbeitsplätze zerstört haben.
Das Triumphgeheul des Bundesverbandes der Deutschen
Industrie über die Billiglohnkonkurrenz aus dem Osten noch
in den Ohren, müssen marginalisierte und von der
Marginalisierung bedrohte Men- schen sich vom politischen
und ökonomischen Establishment als Neonazis und Kommunisten
beschimpfen lassen, wenn sie radikale Parteien wählen, weil
es keine Opposition mehr gibt und sie sich mit einer Großen
Koalition konfrontiert sehen, die offensichtlich die Repu-
blik mit einem Metzgerladen verwechselt, in dem so tief ins
soziale Fleisch geschnitten wird, dass das Blut nur so
spritzt, anstatt durch Bürgerversicherung und
Steuerfinanzierung die Löhne endlich von den Lohnnebenkosten
zu befreien. Nur Dummköpfe und Besserwisser kön- nen den
Menschen weismachen wollen, man könne auf die Dauer Soli-
darität und Partnerschaft in einer Gesellschaft aufs Spiel
setzen, ohne dafür irgendwann einen politischen Preis
bezahlen zu müssen. Warum wird tabuisiert und
totgeschwiegen, dass es eine Alternative gibt zum jetzigen
Wirtschaftssystem: eine internationale sozial-ökologische
Marktwirtschaft mit geordnetem Wettbewerb?
Ideen verändern die Welt.
Auch in einer globalen Wirtschaft sind Produktion und
Service ohne Menschen nicht möglich. Neue
Produktionsfaktoren wie Kreativität und Wissen sind
hinzugekommen. Aber das Spannungsverhältnis zwischen Mensch
und Kapital ist geblieben. Die Kommunisten wollten den
Konflikt lösen, indem sie das Kapital eliminierten und die
Kapitaleigner liquidierten. Bekanntlich sind sie daran
gescheitert. Heute eliminiert das Kapital die Arbeit. Der
Kapitalismus liegt derzeit genauso falsch wie einst der
Kommunismus.
Der Tanz um das Goldene Kalb ist schon einmal schief
gegangen.
(mit frdl.
Genehmigung des CDA - Kollegen Dr. Heiner Geißler am
23.11.04)
Aus "DIE ZEIT" 47/2004 |
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